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Telefonstreich : Boris Johnson fällt auf russische Komiker herein

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Der britische Außenminister Boris Johnson unterhielt sich fast zwanzig Minuten mit dem falschen armenischen Regierungschef (Archivbild). Bild: Reuters

Der britische Außenminister Boris Johnson ist auf den Telefonstreich Kreml-naher Komiker hereingefallen. Während er sich angeblich im Gespräch mit dem armenischen Regierungschef befand, traf Johnson einige heikle Aussagen.

          Der britische Außenminister Boris Johnson ist auf den Anruf eines falschen armenischen Premierministers hereingefallen. Die Aufnahme eines entsprechenden Telefongesprächs wurde am Donnerstag auf der Video-Plattform Youtube im Internet veröffentlicht. Das britische Außenministerium bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben das geprüft und wussten sofort, dass es ein Scherz-Anruf war“, hieß es in einer Mitteilung.

          Trotzdem dauerte die Unterhaltung rund 18 Minuten. In dem Gespräch sagt Johnson, er sei „beinahe zu hundert Prozent sicher“, dass der russische Präsident Wladimir Putin selbst den Auftrag für das Giftattentat auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal gegeben hat. Johnson lacht, als der falsche armenische Regierungschef äußert, er hoffe bei einem anstehenden Treffen mit Putin nicht ebenfalls mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet zu werden.

          Mit Lachen quittiert Johnson auch die Bemerkung des angeblichen armenischen Regierungschefs, der amerikanische Präsident Donald Trump höre auf niemanden außer auf Putin. Außerdem freut er sich über das Lob für ein unflätiges Gedicht, das er einst über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geschrieben hat.

          Hinter dem Anruf steckt angeblich das Kreml-nahe russische Komiker-Duo Vovan und Lexus. Die beiden machten schon mehrfach Schlagzeilen mit Anrufen unter falschem Namen. Im Jahr 2015 riefen sie den britischen Pop-Star Elton John an und gaben sich als Putin aus, der angeblich über die Rechte von Homosexuellen mit dem Sänger diskutieren wollte.

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