15.09.2012 · Der Medienhype um Bettina Wulffs Werk „Jenseits des Protokolls“ war lange geplant. So was können ihre Verleger Jund und Kuhn.
Von David KlaubertRichtlinien für Lesermeinungen
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perfekt orchestrierter Coup um das große Nichts
Eines haben Sie übersehen, Herr Klaubert. Dass über den Anwalt
der Wulffs auch die SZ ins Spiel gekommen ist. Eine Woche vor Erscheinen
des Buchs erschien in der SZ eine beeindruckende (Ironie!) Apologie.
Die Recherchen hätten keine Beweise für B´s Arbeit als
Prostituierte ergeben....
Offenbar war diese zeitliche Koinzidenz auch ein völliger Zufall, gell?
Das Ganze war ein perfekt orchestrierter Coup durch die Wulffs und ihre Anwälte.
Leider war nur der Inhalt des Machwerks dann nicht ganz so perfekt...
Hühnerkacke wird halt nicht zu Gold, nur weil man sie perfekt
vermarktet hat.
Hype funktioniert leider nicht für JEDES Buch
Etwas Inhalt sollte ein Buch schon haben. Sarrazin wurde zwar auch mit Hype vermarktet, aber er bot doch wenigstens Gesprächsstoff. Kontroverse Enthüllungen gibt es hier jedoch kaum. Man darf also getrost abwarten, bis das Buch für 50 Cent auf den Ramschtischen liegt.
mit welcher Ausdauer sich alle moralischen Überflieger einnässen, weil die Frau es wagt, die Öffentlichkeit mit ihrer Sicht der Dinge zu belästigen. Laßt die doch einfach machen, dann erledigt sich das ganze Thema innerhalb kürzester Zeit von selbst. Oder ist das vielleicht gar nicht erwünscht?
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.09.2012 23:17 UhrBleiben Sie mal auf dem Teppich
Wodurch wird denn dieser "Dreck" zu Geld? Irgendjemand muß das Geschreibsel ja wohl kaufen. Das kann ja wohl nur funktionieren, solange auch die von Ihnen überhöhten Journalisten das Theater pushen. Eben genau, wie es gerade zu beobachten ist. Das ist alles hochgradig verlogen.
falsch, es geht nicht um Moral
Nein, um Moral geht es wohl kaum. Bei den Reaktionen spielt eine starke
Wut auf diese Wulffs mit, Verachtung auch, und zwar in der
Bevölkerung und sicher auch unter den Journalisten. Der
Großteil der hart ackernden Bevölkerung ist extrem
angep...st, dass wir alle mit unseren Steuern diese beiden verlogenen
Schmarotzer lebenslang "für nix" finanzieren
müssen.
Und dass es ihnen immer noch nicht reicht, dass sie noch aus diesem
ganzen unsäglichen Dreck weiteres Geld schlagen wollen...
So wird dem Büchlein und dem urhebernden Ehepaar vielleicht etwas
weniger Sympathie und Vertrauen entgegengebracht als dem im selben
Verlag erschienenden Buch über den Bordellkönig :-) und dessen Autor.
Die causa Wulff ist erst durch, wenn er keinen "Ehrensold"
mehr erhält.
... dass nun alle Kleingeister und Neidhammel jemanden gefunden haben, an dem sie ihre Defizite abarbeiten können!
Wettangebot: Wie lange hält die Ehe der Wulffs? Bis Ende 2012? Oder doch bis Ende 2013?
An dieser Frau scheint mir alles berechnend zu sein. Aus dem Nichts(?)
kommend hängt sich diese zugegebenermassen hübsch aussehende
Frau an den langweiligen, blassen und wesentlich älteren Christian
Wulff. Die Kombination von arg unterschiedlichem Alter bei Beziehungen
ist eh' immer insoweit etwas fragwürdig, ob Liebe die einzige
Motivation ist. Sie nutzt ihre Position als First Lady geschickt als und
kann jetzt ihre Bekanntheit eben für dieses die Menschheit nicht
gerade bereicherndes Buch nutzen.
Ich bin mir sicher, sie bereitet sich so Stück für Stück
ganz kühl kalkulierend auf eine Trennung von Wulff vor, der jetzt
ja kaum noch etwas zu bieten hat. So hält sie sich, wie dieser
Artikel und die Leserzuschriften beweisen, im Gespräch und am
Markt. Ist Gerhard Schröder, der ja dem gleichen Hannoverschen
Klüngel entstammt, noch zu haben?
Wir können davon ausgehen, dass die Ehe der Wulfs Ende 2012, jedoch
spätestens 2013 Zu Ende geht. Wetten werden angenommen :-)!
Ehevertrag? Zugewinnsausgleich?
Der "Ehrensold" ist ein Versorgungsanspruch der "in der
Ehe erworben" wurde.
.
Wenn da die normale Rentenregel greift geht 50% an die Lady.
.
Wer kennt sich denn mit Zugewinn/Versorgungsausgleich bei
Bundespräsidents aus? Könnte auch, wie der Rücktritt, ein
Novum in Deutschland werden.
.
Meint
Sikasuu
Nu mal halblang
"Ich bin mir sicher, sie bereitet sich so Stück für
Stück ganz kühl kalkulierend auf eine Trennung von Wulff vor,
der jetzt ja kaum noch etwas zu bieten hat."
Na hören Sie mal! 230.000 p.a. sind kaum etwas? Wie viel
müssen Sie haben! Bei diesem Familieneinkommen, plus die eine oder
andere Nebentätigkeit, kann auch Buchschreiben sein, ist der nicht
mehr öffentliche Auftritt gut zu verschmerzen. Der belastet laut
Frau Wulff ohnehin nur, was ich verstehe.
Herr Thomas Schneider: Ihre Aussage nehme ich Ihnen nicht so ganz ab
Herr Thomas Schneider: Ihre Aussage nehme ich Ihnen nicht ab. Das ist
jetzt überhaupt nicht als Angriff gemeint, sondern es zeigt, dass
viele, Sie und ich auch, trotz gegenteiligen Bekundungen DOCH die
Angelegenheit verfolgen.
Auch bei uns greift irgendwie das Marketing Konzept. Ich mache mich
darüber lustig und Sie bekunden Desinteresse. Aber doch nehmen wir
uns indirekt für die Wulffs Zeit und schreiben mit etwas
Zeitaufwand in diesem Forum.
Frau Wulff bleibt so im Gespräch und letztendlich auf der
Promi-Bühne verankert und andere Gemüter kaufen, durch diese
Diskussion neugierig geworden, das Buch.
-> Ziel erreicht! ;-)
Eine gute Frage, Herr Lietsch.
Sicher ist es für eine Person wie Betty quasi die
Höchststrafe, außerhalb des Rampenlichts in
Großburgwedel zu sitzen. Gut möglich, daß sie mit dem
Gedanken an eine gesellschaftliche Aufwertung beispielsweise qua RTL2
denkt und den Hausherrn irgendwann im Klinkeralptraum zurück läßt.
Das Problem ist: Es interessiert mich nicht.
Kann man die Wulffs denn nicht bitte endlich in das Reich des Vergessens schicken? Sie sind nicht wirklich interessant, nicht von Interesse, nicht mehr gefährlich (Gesetzedurchwinkender Kopfnicker) und auf den Peinlichkeiten wurde jetzt lange genug herumgehackt .... alles andere ist nur noch Belästigung (nicht gegenüber den Wulffs, sondern gegenüber den Lesern!)
...
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.09.2012 13:53 UhrMal abgesehen davon,
daß das Eine das Andere nicht ausschließt: In der Praxis
werden beide Sprüche weder auf Philosophen noch auf Kloaken (worauf
sie ursprünglich "gemünzt" waren) angewandt.
Mir fällt dazu höchstens noch ein "male parta male
dilabuntur" in seiner wörtlichsten Übersetzung ein. Und
ganz deutsch ein "viel Rauch um nichts". Wenden wir uns wieder
den wirklich wichtigen Dingen zu, auch wenn sie allmählich nerven...
Sie meinen, bis zu diesem Buch haben Sie Frau Wulff II auch für eine Philosophin gehalten.
Darf ich fragen, woran man das erkennt?
Frau Wulffs Philosophie scheint zu feinsinnig für mich zu sein, so
dass sie mir komplett entgeht.
Der einzige halbwegs in diese Richtung gehende Merksatz der mir
einfällt ist vielleicht noch: "Pecunia non olet".
Leider kein Spaß,
aber entweder fällt dieses Zitat auf Sie zurück, lieber Herr
Rasche, oder Sie erklären uns, was Sie mit "Sic
tacuisses" tatsächlich meinen.
In Bezug auf Frau Wulff würde ich Ihnen - richtig zitiert - gerne zustimmen.
So wie es Gottfried Keller einst beschrieb machen sich kleine Leute oft gerne groß. Ein Bundespräsident aus kleinen Verhältnissen lebt über seine Verhältnisse, hält sich nach Google eine Eskort-Dame und verliert allmählich den Überblick über seine Finanzen. Gottfried Keller, der schweizer Autor und großartige Beobachter menschlicher Abstürze, hätte hier seine helle Freude am Aufstieg und Fall der Wulffs. Oder anders formuliert: Wie werde ich zum Star der Hochglanzpostillen und kann auch im Niedergang noch Kapital daraus schlagen, indem man wie Frau Wulff den schwarzen Peter den bösen Medien und auf den ach so ehrgeizigen und pflichtvergessenen Mann abschiebt. Schäbiger und geistloser geht´s wohl nicht. Jenseits des Protokolls? Hätten sich die Wulffs ans rechtliche, ethische Protokoll gehalten wären sie heute noch im Amt. Mit den nachgewiesenen Verfehlungen auch noch wie im Buchtitel zu kokettieren sprengt den Rahmen bürgerlichen Anstands. Was bleibt sind Erkenntnisse von Halbwelt.....
So große scheint die Nachfrage aber nicht zu sein
Zumindest bei Amazon wurden bisher erst 393 Exemplare dieses literarischen Meisterwerks verkauft. Lässt sich unter novelrank.com/asin/3868832734 stets aktuell verfolgen.
Diese Frau war in jeder Hinsicht banal.....
.... in der Wahl ihres Outfits, das Tattoo, ihr Benehmen "im Amt", ihr Status- und Geldbedürfnis und jetzt mit diesem peinlichen Buch.... aber sie bediente damit Medien und Massen (beide gehören untrennbar zusammen).
Gibt es denn diesmal keinen Unternehmer, der die Anzeigenkampagne für das Buch bezahlt?
Warum machen sich diese Herrschaften kein feines Leben auf Kosten der
Steuerzahler und lassen ihn endlich in Ruhe? Es ist schlimm genug,
daß Unvermögen in diesem Land honoriert wird, soweit man nur
bestimmten Gesellschaftsgruppen angehört.
Bei schlechter Ware wirkt Massivst-PR wie Judo: die eigene Kraft richtet
sich gegen einen selbst.
Das hätte die PR-Expertin Wulff bedenken müssen.
Frau Wulf muß sich nicht nur für ihre Vergangenheit rechtfertigen, warum nur? Sie muß auch noch den Neid der Großen auf die Kleinen (Verlage) ausbaden.
Nana, nicht so bescheiden. Medien machen den Hype, nicht die Verleger
und nicht die Autorin. Die arme Presse, das Opfer einer gerissenen
PR-Kampagne?
Hat die Presse nicht mindestens so sehr von dem von ihr selbst
inszenierten Hype um Frau Wulff profitiert wie Verlag und Autorin? Aber
ohne den Schaden zu haben. Opfer war die Presse sicher nicht.
Tja, warum die Aktion gegen Google usw. ? Natürlich um das neue Buch ins Gespräch zu bringen. Eine bessere PR-Aktion konnte es nicht geben. Alle Buchkäufer fallen jetzt drauf rein. Und schon hat Familie Wulff noch mehr Millionen...Eines muß man denen lassen, sie haben es drauf dieLleute für dumm zu verkaufen!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.09.2012 08:25 UhrDumm ist nur, wer das Buch kauft!
Selbst schuld, wer so etwas meint lesen zu müssen.
Leute,nfresst Schxxsse, 100 Millionen Fliegen können sich nicht irren!
An diese alte "Weisheit" muß ich denken, wenn über dies Objekt gesprochen wird. Eine Freundin ging gestern sogar so weit, zu grübeln, ob an den Gerüchten nicht doch etwas dran sei. Das hat Frau Wulff mit ihrer Kampagne auch erreicht. Eine Love-ine der Geschmacklosigkeiten.
David Klaubert Jahrgang 1983, Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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