01.07.2008 · Vor einem halben Jahr trat er aus Gesundheitsgründen als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zurück, jetzt konnte er nicht einmal mehr zu Ende predigen: Kardinal Lehmann erlitt bei einer Messe im Mainzer Dom einen Schwächeanfall.
Der Mainzer Bischof und frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat am Dienstag bei einem Gottesdienst eine Kreislaufschwäche erlitten. Der 72 Jahre Kirchenmann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er bis Mittwoch bleiben soll, sagte sein Sprecher Tobias Blum.
Der Kardinal sei wohlauf und werde am Mittwoch auch seine Arbeit wieder aufnehmen. Am Dienstagvormittag hatte Lehmann einen Gottesdienst zum 20. Todestag von Kardinal Hermann Volk im Mainzer Dom nicht zu Ende feiern können. Bei der stationären Untersuchung im Krankenhaus wurde den Angaben zufolge eine Kreislaufschwäche bestätigt.
Nachdem Lehmann im Dezember 2007 mit Herzrhythmusstörungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, entschloss er sich zum Rücktritt vom Vorsitz der Bischofskonferenz, der er fast 20 Jahre vorgestanden hatte. In einem Brief an seine Bischofskollegen gab er am 15. Januar 2008 seinen Rücktritt bekannt, der am 18. Februar erfolgte. Seine Ämter als Mainzer Bischof und als Vorsitzender der Glaubenskommission behielt er. Zu Lehmanns Nachfolger wählte die Vollversammlung der deutschen Bischöfe am 12. Februar 2008 den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch.