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Auch Bardot will Russin werden Väterchen Russland

Gerard Depardieu hat Zuflucht bei Putin gefunden – die Bardot sucht noch, zweier Elefanten wegen. Putin habe ihren Wünschen bisher immer entsprochen, betonte die Schauspielerin.

© REUTERS „Hast du meinen Film gesehen? Ich habe ihn dir geschickt!“

Der französische Schauspieler Gérard Depardieu hat sich am Wochenende im russischen Schwarzmeerkurort Sotschi mit seinem Freund Wladimir Putin getroffen und den russischen Pass entgegengenommen. Der russische Präsident hatte dem 64 Jahre alten Franzosen Ende vergangener Woche die russische Staatsbürgerschaft verliehen, nachdem dieser erbost über die Reichensteuer in Frankreich angekündigt hatte, seine französische Staatsbürgerschaft ablegen zu wollen. Das russische Fernsehen sendete Bilder des Treffens von Depardieu und Putin in der Residenz des Präsidenten.

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„Hast du meinen Film gesehen? Ich habe ihn dir geschickt“, fragte Depardieu Putin mit Blick auf die französisch-russische Koproduktion, in der er 2011 den russischen Mönch Rasputin gespielt hat. Putin erkundigte sich daraufhin höflich, ob Depardieu mit der Arbeit zufrieden gewesen sei. Anschließend reiste der Schauspieler nach Saransk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Mordwinien, 650 Kilometer südöstlich von Moskau, wo er sich am Sonntag einen Hochhauswohnblock im Rohbau zeigen ließ, von dem es hieß, Depardieu solle dort wohnen. Ein Youtube-Video zeigt den Wahlrussen offenbar fröstelnd wegen des eisigen Windes auf der tristen Baustelle.

22698634 © AFP Vergrößern „Wenn die Elefanten eingeschläfert werden, wird es eine Katastrophe geben. Ich bin zu allem fähig.“

Unterdessen scheint eine weitere französische Filmlegende, die Tierschutzaktivistin Brigitte Bardot, Zuflucht bei Putin zu suchen. Weil der Zoo von Lyon zwei an Tuberkulose erkrankte Elefanten einschläfern lassen will, hat die 78 Jahre alte Actrice damit gedroht, die russische Staatsbürgerschaft zu beantragen. Sie habe die Nase voll und könne Frankreich nicht mehr ertragen, sagte Bardot in einem Interview mit der Zeitung „Nice-Matin“. „Wenn Baby und Népal eingeschläfert werden, wird es eine Katastrophe geben“, sagte Bardot. „Ich bin zu allem fähig.“

Putin habe ihren Bitten bisher stets entsprochen, lobte die Schauspielerin den russischen Präsidenten. Er tue mehr für den Tierschutz als alle bisherigen französischen Präsidenten. Russische Tierschützer kritisieren Putins medienwirksame Auftritte mit Tieren. Seinen Segelflug in einem Hängegleiter mit Kranichen im September hatten zwei der eigens herangeschafften Tiere nicht überlebt.

Quelle: F.A.Z.

 
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