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Veröffentlicht: 24.07.2012, 13:54 Uhr

Astronautin Sally Ride ist tot Die erste Amerikanerin im Weltall

Die Sowjetunion hatte 1963 vorgelegt und erstmals eine Frau ins All geschickt. Für die männerdominierte Nasa war die Mission von Sally Ride dennoch historisch: Als erste Amerikanerin flog sie 1983 in den Weltraum. Nun starb Ride im Alter von 61 Jahren.

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© AFP „Eine der besten Führungspersönlichkeiten der Nasa“: Physikerin und Astronautin Ride

Mit überschwenglichen Nachrufen gedenkt die Nasa der Physikerin Sally Kristen Ride, die 1983 als erste amerikanische Astronautin mit dem Space Shuttle Challenger in den Weltraum flog. Sie habe mit ihrem Anmut und ihrem professionellen Verhalten Barrieren gebrochen, sagte Charles Bolden. Der Administrator der Raumfahrtbehörde nannte sie eine der besten Führungspersönlichkeiten des Landes.

Tatsächlich war Sally Ride einst Botschafterin auf besonderer Mission. Moskau hatte schon im Jahr 1963 mit Walentina Tereschkowa erstmals eine Frau in den Weltraum geschickt. An Bord des Raumschiffs Wostok6 umkreiste die Kosmonautin die Erde - im Gruppenflug mit Waleri Bykowski, der nur wenige Kilometer entfernt im Raumschiff Wostok 5 um unseren Heimatplaneten flog. Tereschkowa gebärdete sich seinerzeit wohl zu unabhängig, zumindest folgte ihr mit Swetlana Sawizkaja erst 1982 die zweite Russin.

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Zu der Zeit hatte die Nasa, deren Raumfahrer lange nur männliche Kampfpiloten waren, beschlossen, ihr frauenfeindliches Image aufzubessern. Im Jahr 1978 stellte sie die ersten sechs Astronauten-Anwärterinnen ein - unter ihnen die junge Forscherin Sally Ride, die sich an der Stanford University in Palo Alto mit Astrophysik und der Physik der Freie-Elektronen-Laser befasst hatte. Als die Raumfähre Challenger am 18. Juni 1983 mit ihr an Bord abhob, war sie - 32 Jahre und 23 Tage alt - der jüngste amerikanischer Astronaut. Den Rekord hält sie bis heute. Weil sie sich bei ihrem Flug bewährte, konnte Sally Ride nochmals an einer Shuttle-Mission teilnehmen, im Oktober 1984. Ein dritter geplanter Flug wurde wegen der Challenger-Katastrophe im Jahr 1986 abgesagt.

Daraufhin verließ Sally Ride 1987 die Nasa und kehrte als Professorin an die Hochschule zurück. Außerdem gehörte sie den Kommissionen zur Untersuchung des Challenger- und des Columbia-Unglücks an und gründete ein Unternehmen („Sally Ride Science“) zur wissenschaftlichen Inspiration des Nachwuchses. Am Montag ist Sally Ride in La Jolla an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben, im Alter von nur 61 Jahren.

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