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Aprilscherze : Das ist jetzt ein Scherz! Oder?

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Über was wurde hier gelacht? Noch ein Fall für die Geheimdienste Bild: dpa

"Inshore"-Windräder für Mecklenburg-Vorpommerns Seen? Nordkoreanische Zensur in Hamburgs "Miniatur-Wunderland"? Ein Auswilderungsprogramm für hessische Zootiere? Unsere Korrespondenten über die lustigsten Witze zum 1. April.

          Hessischer Humor

          Dass Hessen in Hessen für seinen Humor weithin gerühmt wird, liegt auch an seinen Grünen. Die beweisen das jeden Tag. Zum Beispiel am Montag: Da hatten sie zusammen mit ihrem Koalitionspartner CDU (auch das schon ein Witz) zur Pressekonferenz zum Thema „Bannwald“ eingeladen. Ganz grob ging es darum, dass das Wald-und-Wiesen-Bundesland künftig nur noch Wald abholzen darf, wenn der Lärm der Motorsägen den Fluglärm am Flughafen Kassel-Calden nicht übertönt – oder so ähnlich. Das war schon ein Brüller. Der Hammer kam aber erst am Nachmittag. Da veröffentlichten die Grünen eine Pressemitteilung, wonach das Grzimek-Land Hessen ein Auswilderungsprogramm für Zoo-Tiere etwa im Biosphärenreservat Rhön oder im Kellerwald plant.

          Die grüne Umweltministerin Priska Hinz teilte demnach mit: „Wir möchten vermeiden, dass Tiere getötet werden, nur weil in den Zoos offensichtlich kein Platz mehr für sie ist und sie nicht in die europäischen Zuchtaustauschprogramme aufgenommen werden können.“ Vor dem Hintergrund des sich rapide ändernden Weltklimas, so hieß es in der Pressemitteilung, „dürften sich die ausgesiedelten Wildtiere ohne Anpassungsschwierigkeiten auch in hessischen Naturräumen heimisch fühlen“. Ein Aprilscherz! Der Witz daran: Man hätte es den Grünen durchaus zugetraut. Wofür sonst sollte der Bannwald da sein? (tifr.)

          Obama gegen Bargeld und Hausfrauen

          Am Freitag habe Barack Obama wieder mit Angela Merkel zum Thema Krim-Krise telefoniert, berichtete auf MDR figaro der Wirtschaftsprofessor Ulrich Blum. Bei dem Gespräch sei es auch um die NSA gegangen. Der amerikanische Präsident habe geklagt, welche Probleme Deutschland bei der Datenerhebung bereite, weil zu viele Leute mit Bargeld bezahlten und zu wenige Frauen arbeiteten. Bargeld hinterlasse im Gegensatz zu Kreditkarten keine Spuren, ebenso wie die Hausfrauen, die sich aufgrund fehlender Stechuhren und Gehaltsabrechnungen nicht erfassen ließen. Ob Merkel hier nicht für Veränderungen sorgen könne?

          Die Kanzlerin habe angedeutet, dass sie die Beschäftigung von Frauen ohnehin stark ausweiten wolle, zumal so das Potential für Unterwanderung und Terrorismus minimiert werden könne. Darüber hinaus sei die Verringerung des Bargeldumlaufs ein Ziel der gesamten Euro-Zone. Das diene der Steuerehrlichkeit und verbessere die Möglichkeiten der Europäischen Zentralbank: Sie könne privat gehortetes Bargeld schließlich nicht enteignen, um Schulden in Krisenstaaten abzubauen. Merkel, so Blum weiter, habe die große Gefahr erkannt, die vor allen von Hausfrauen ausgehe, die mit Bargeld bezahlten. Sie seien weder geographisch noch steuerlich existent – und damit mittlerweile auch ein Fall für deutsche Geheimdienste. (lock.)

          Tübinger Facebook-Flucht

          Boris Palmer, der für seine Facebook-Aktivitäten viel gescholtene Tübinger Oberbürgermeister, überraschte seine Fans am Dienstag mit einer Erklärung: „Ich habe mich entschlossen, bei Facebook aufzuhören.“ Der grüne Politiker schrieb, der Gemeinderat werde hoffentlich eine städtische Seite bei dem sozialen Netzwerk genehmigen, auch habe er sich „zu sehr auf Provokationen“ eingelassen. Rund 200 Facebooker fanden das gut. Palmer hatte immer mal wieder gegen die lieben Parteifreunde in Berlin gestichelt, etwa als es um die Steuererhöhungen und das Bundestagswahlprogramm ging. Auch hatte er seine eigene Politik immer häufig mit Postings verteidigt.

          In diesem Herbst will Palmer ein zweites Mal zum Oberbürgermeister gewählt werden, es sprach also nicht alles für einen Aprilscherz. Zumal der Gemeinderat Palmer kürzlich erst ein paar Fesseln angelegt hatte: Er hatte beschlossen, dass über Verwaltungsvorlagen auf Facebook frühestens 24 Stunden nach Zustellung der Unterlage an die Gemeinderäte berichtet werden darf. Der April-Scherz-Aktion des „Schwäbischen Tagblatts“, das Taubenhaus an der Eberhardsbrücke zu säubern, blieb Palmer fern, obwohl er angeblich Waffel-Eis spendieren wollte. „Bei dem Scherz hätte ich gern mitgemacht, aber ich hatte einen Termin, den ich nicht aufschieben konnte.“ Zu seinem Facebook-Eintrag von Dienstag morgen sagt er: „Ich werde mich mal drei vier Tage zurückhalten, dann bin ich wieder präsent.“ (rso.)

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