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Antoine Monot Jr. : Unser liebenswürdigster Verlierer

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„Hey, du bist ein cooler Typ, möchtest du nicht bei uns mitspielen?“ – Dass ihm einer diese Frage stellen würde, davon träumte Monot (hier beim Fototermin in Berlin) in jungen Jahren. Bild: Andreas Pein

Antoine Monot, Jr., auch bekannt als „Tech-Nick“, ist in seinem Leben schon gelegentlich auf die Nase gefallen. Jetzt gibt er den Anwalt in der Neuauflage des ZDF-Dauerbrenners „Ein Fall für zwei“ – und bringt ein Stück seiner Wunderkunst mit.

          Mit 16 flog Antoine Monot, Jr. von der Schauspielschule. Und in seinem Leben haben ihm schon einige Leute gesagt, er sei nicht gut genug, um Schauspieler zu werden. Trotzdem stand für ihn immer fest, „dass ich der Tollste sein wollte, den es gibt auf der Welt“. Sagt’s und sitzt mit ausgesuchter Höflichkeit und jungenhaftem Charme beim Interview in einem Berliner Luxushotel. Dort kehrt der Wahl-Münchener immer ein, wenn er in der Hauptstadt ist. Nur heute hat er sich vom Flughafen aus versehentlich in eine andere Augsburger Straße fahren lassen. Eine knappe Stunde zu spät und mit leichtem Schweißfilm auf dem Gesicht kommt er ins Hotel gelaufen.

          Seit fast zwei Jahrzehnten ist Monot, 38, im Geschäft. Er hat in einer ganzen Reihe der bekannteren deutschen Filme der vergangenen Jahre mitgespielt. 1999 in „Absolute Giganten“, einem wunderbaren Film über drei nicht gerade vom Glück geküsste Freunde, die trotzdem das Beste aus ihrem Leben machen. Zwei Jahre später in „Lammbock“, einer Komödie mit Moritz Bleibtreu und Wotan Wilke Möhring. Im gleichen Jahr, ebenfalls mit Bleibtreu und Möhring, im Psychothriller „Das Experiment“.

          Es folgten Auftritte in Kinofilmen wie „Männerherzen“ und „Schwere Jungs“, in Fernsehstücken wie „Die blaue Grenze“ und „Wolfsheim“, dem Mehrteiler „Hindenburg“ sowie diversen „Tatorten“ und „Polizeirufen“.

          „Der Querulant, den ich in mir habe“

          Wie groß Monots Rollen auch sind, immer bemerkt man ihn, bleibt er einem im Gedächtnis als ein mindestens kleines Wunder, oft auch als ein größeres. Und doch: Während etwa Bleibtreu und Möhring seit Jahren zu Deutschlands bekanntesten Schauspielern gehören, hat es bei Monot gedauert, bis seine Karriere in Schwung kam.

          Der Schauspieler erklärt sich das unter anderem „mit dem Querulanten, den ich in mir habe. Der ist zwar gebändigt, gut dressiert. Aber früher habe ich ihn voll ausgelebt.“ So hat es eine gehörige Portion Ironie, dass Monot jetzt als Anwalt Benni Hornberg in der neuesten Variation des ZDF-Klassikers „Ein Fall für zwei“ mitten im Mainstream angekommen ist.

          Auf die Welt kam der Sohn eines Schweizer Dirigenten und einer Schauspielerin und Erzieherin schon mal vier Wochen zu früh, während seine Mutter, zu diesem Zeitpunkt noch Aktrice, gerade im Urlaub in Rheinbach war. In den nächsten Jahren zog die Familie ständig um. Als Monot vier ist, lassen sich die Eltern scheiden.

          Aufgewachsen mit einem Rudel von Mädchen

          Seinen französischsprachigen Vater sieht er jetzt nur noch in den Ferien in Lausanne. Der Papa dirigiert Operetten, und wenn sein Sohn zu Besuch kommt, sieht der eben fünfzehnmal hintereinander „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach. Als Monot sieben Jahre alt ist, wird seine Mutter Erzieherin in Loheland, einer anthroposophischen Dorfsiedlung mit angeschlossenem Waldorf-Internat in Hessen. Der junge Antoine wächst in der Gruppe seiner Mutter mit einem Rudel von Mädchen auf.

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