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Veröffentlicht: 24.09.2014, 18:29 Uhr

Angebliche Nacktbilder Eine nackte Emma ist die beste Werbung

Eine Internetseite zählte den Countdown bis zur Veröffentlichung von Nacktbildern von Emma Watson, und alle dachten: Der Skandal um Privatfotos von Prominenten geht in die nächste Runde. Doch es kam ganz anders.

© Reuters Bleibt vorerst angezogen: Emma Watson

Die Ankündigung, dass es nach dem Skandal um gehackte Nacktbildern von Prominenten nun bald ebensolche Bilder der Schauspielerin Emma Watson geben soll, hat sich als Marketing-Gag entpuppt. Auf der eigens eingerichteten Internetseite EmmaYouAreNext.com hatte ein Countdown die Sekunden gezählt, bis jemand aus dem berüchtigten Form 4Chan angeblich private Aufnahmen des 24 Jahre alten Stars aus den Harry-Potter-Filmen ins Netz stellt.

Die Nachricht war durchaus glaubhaft, waren im selben Forum doch unlängst private Nacktaufnahmen von Stars wie Kate Upton und Jennifer Lawrence aufgetaucht. Die Bilder von Watson wurden zudem als Revanche für die Rede angekündigt, welche die Schauspielerin kurz zuvor als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen gehalten hatte – sie sprach über die Gleichstellung von Männern und Frauen.

Offener Brief an Barack Obama

Als der Countdown dann aber am Mittwoch bei null ankam, gab es auf der Website keine Nacktbilder zu sehen. Stattdessen wurde in großen Lettern der Aufruf eingeblendet, das Forum 4Chan dichtzumachen. Zudem findet sich auf der Seite ein offener Brief mit der Bitte an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama, die Privatsphäre im Internet besser zu schützen.

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Als Urheber der Kampagne firmiert eine Marketingagentur namens Rantic, die vorgibt, von Prominenten beauftragt worden zu sein. Wie verschiedene Medien jedoch berichten, handelt es sich bei Rantic wohl überhaupt nicht um eine Marketingagentur. Mit hoher Wahrscheinlichkeit steckt hinter dem doppelten Verwirrspiel einfach nur eine Einzelperson, die sich einen Spaß erlaubt hat.

Emma Watson jedenfalls nutzte die unfreiwillige Aufmerksamkeit geschickt, um ihre Forderung nach gleichen Rechten für Männer und Frauen zu wiederholen. „Ich hoffe, dass wir Perspektiven und Gesetze ändern können, um das zu erreichen, was der gesunde Menschenverstand nahe legt“, twitterte die Britin, die an der renommierten Brown-Universität im amerikanischen Rhode Island studierte.

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