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Auf selbstgebauten Holzski : Kinder des Winters

Vor einer weißen Lehmwand stellten sich die Jungen mit ihren klobigen Ski und den improvisierten Bindungen der Kamera. Bild: Andrew Quilty / Agence VU

In traditioneller Kleidung und Sandalen auf selbstgebauten Skibrettern: So fuhren afghanische Kinder bei einer Skiinitiative mit. Ihnen widmete der australische Fotograf Andrew Quilty eine Bilderstrecke.

          Alles begann mit den Bildern, die Andrew Quilty gesehen hatte. Bilder afghanischer Jungen, die mit selbstgebauten Holzski bei der Afghan Ski Challenge mitfuhren, einem jährlichen Skirennen in Bamiyan in Zentralafghanistan, das 2011 auf Initiative eines Schweizers entstanden war. Viele Einheimische traten dort in gespendeten Skiklamotten, Stiefeln und Ski an - diese Jungs aber trugen traditionelle afghanische Kleidung, normale Schuhe oder Plastiksandalen und hatten grob gezimmerte rustikale Holzlatten.

          Bernd Steinle

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Quilty war beeindruckt - und wollte die Jungs selbst fotografieren. Der Australier, seit 2013 als freier Fotograf in Kabul tätig und vielfach ausgezeichnet, fuhr nach Bamiyan. Er traf Alishah Farhang, einen der besten Skifahrer des Landes und Teilnehmer an den Ski-Weltmeisterschaften im Februar in St. Moritz. Gemeinsam fuhren sie ins abgelegene Fuladi-Tal, bis die Straße im Dorf Au Bala zu Ende war.

          Dort waren 2009 erstmals Mitarbeiter einer Hilfsorganisation mit Ski aufgetaucht, seither rutschten die Dorfjungs mit abenteuerlichen Eigenkonstruktionen über die Hänge.

          Bilderstrecke

          Quilty und Farhang besprachen sich mit den Dorfältesten und wurden in einen Vorraum der Moschee gebeten, in dem sie ein Fotostudio einrichteten. Vor einer weißen Lehmwand stellten sich die Jungen mit ihren klobigen Ski und den improvisierten Bindungen der Kamera. Mit festem Willen und stolzem Blick.

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