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25. Thronjubiläum Königin Beatrix: 25 Jahre lächeln

29.04.2005 ·  „Es ist einsam“, bekannte Königin Beatrix in einem Interview über ihr Leben als Staatsoberhaupt. An diesem Samstag feiert die niederländische Königin ihr 25jähriges Thronjubiläum - und wieder wird sie für ihr Land lächeln, lächeln, lächeln.

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Königin Beatrix lächelt. Sie lächelt fast immer. Auch wenn sie im Fernsehinterview bekennt: „Es ist einsam.“ Seit 25 Jahren ist Beatrix Königin der Niederlande - sie weiß, wovon sie spricht. Aber sofort fügt sie hinzu, es sei nicht wirklich schlimm, nur müsse sie immer zur Verfügung stehen. Und daran hält sich die 67jährige, die es als Beruf auffaßt, Königin zu sein.

„Nur der Wille, der Gemeinschaft zu dienen, kann einer Regentschaft heutzutage Inhalt verleihen“, hatte Beatrix bei ihrer Inthronisierung am 30. April 1980 in der Neuen Kirche in Amsterdam gesagt. Draußen lieferten sich die damals sehr aktiven „Kraker“ (Hausbesetzer) Straßenschlachten mit der Polizei. Ihr Motto: „Keine Wohnung, keine Krönung.“ Beatrix focht das nicht an. Im Gegensatz zu ihrer eher unkomplizierten Mutter Juliana sieht Beatrix für sich eine feste Rolle in Politik und Gesellschaft. „Sie mag es nicht, wenn jemand unverbindlich mit ihrem Amt umgeht“, berichtet ein früherer Berater.

„Ihre Majestät“ muß sein

Die Anrede „Ihre Majestät“ muß sein. „Qualität“ verlangt sie: „Für mich bedeutet das, daß man sein Bestes gibt.“ Oberflächlichkeit mag sie nicht. Die Königin ist bekannt für ihr Interesse an Details - seien es außenpolitische Ereignisse oder innenpolitischer Alltag. An jedem Montag läßt sie sich von Ministerpräsident Jan Peter Balkenende informieren. Aber ihr Einfluß ist begrenzt. Die Regierung bestimmt die Politik, daran muß sich auch die Königin halten. Der Staat erleichtert ihr das mit einem persönlichen Gehalt von 719 000 Euro und einem Ausgabe-Budget in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Innerhalb des Königshauses herrscht Beatrix uneingeschränkt. Sie hat einen Stab von Beratern, gilt jedoch als eigensinnig.

Auf ihren besten und einflußreichsten Ratgeber muß sie seit zweieinhalb Jahren verzichten: Ihr Mann, der aus Deutschland stammende Prinz Claus, starb im Oktober 2002. Im März 2004 verlor die Königin auch ihre Mutter Juliana, im Dezember ihren Vater, Prinz Bernhard. Solche Schicksalsschläge sind der Monarchin kaum anzumerken. Sie besteht auf einer absoluten Trennung zwischen ihrem privaten Leben und ihrem öffentlichen Beruf als Königin. Aber daß sie gerne Oma ist, gibt sie mit Freude zu. „Ich hätte nie gedacht, daß das so schön ist.“ Wenn sie eines ihr vier Enkelkinder auf dem Schoß hält, dann lächelt Beatrix nicht, dann lacht sie sogar.

„Mutter des Vaterlandes“

Daß die Königin manchmal so unnahbar wirkt, scheint ihre Untertanen nicht zu stören. Manche von ihnen haben sie anders erlebt, wenn sie zum Beispiel die Opfer von Unglücken besucht. „Ich glaube nicht, daß man dann wirklich Trost spenden kann“, sagt sie ganz zurückhaltend dazu. „Aber man kann versuchen, so gut wie möglich sein Mitgefühl zu zeigen.“ Die Hälfte der Niederländer, so ergab eine Umfrage, sieht ihre Königin am liebsten in der Rolle als „Mutter des Vaterlandes“, ein Drittel mag sie lieber politischer in ihrer Rolle als Staatsoberhaupt.

An ihrem Jubiläumstag geht die Monarchin unters Volk: Bei einem Rundgang durch Scheveningen und bei einem abendlichen Fest unter freiem Himmel. Nur das Knie muß durchhalten: Nachdem Beatrix schon einmal am rechten Meniskus operiert wurde, steht jetzt eine Operation des linken Knies bevor. Aber erst, wenn die Königin aufrecht und lächelnd durch ihr Jubiläumsjahr gegangen ist.

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