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20 Flüchtlinge gerettet : Ein Held, der keiner sein will

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Der Grieche Antonis Deligiorgis zieht eine junge Eritreerin aus dem Wasser. Ihr Boot war vor der Küste von Rhodos gekentert. Bild: AP

Der Grieche Antonis Deligiorgis hat 20 Flüchtlingen das Leben gerettet. Sie waren mit ihrem Boot vor der Küste von Rhodos gekentert. Über Nacht wurde er zu einem Symbol für Hilfsbereitschaft und Mut. Gegen seinen Willen.

          Tausende Menschen ertrinken in diesen Tagen im Mittelmeer bei ihrem Versuch, nach Europa zu gelangen. Für mehrere Dutzend von ihnen, die mit ihrem Boot vor der Bucht von Zeyfros auf Rhodos gekentert waren, nahm die Höllenfahrt über das das Meer ein besseres Ende. Sie wurden durch den mutigen Einsatz von einheimischen Helfern gerettet.

          Einer von ihnen hat nun dem britischen „Guardian ein Interview gegeben. Antonis Deligiorgis, ein auf Rhodos stationierter Soldat der griechischen Armee, hatte am vergangenen Montagmorgen mit seiner Frau gerade die Kinder zur Schule gebracht, als er eine Kaffeepause am Strand einlegte. Da tauchte ein kleines Boot mit Flüchtlingen vor der steinigen Küste auf. „Es zerschellte innerhalb Minuten“, sagt Deligiorgis.

          Der 34 Jahre alte Mann sprang ins Meer und rettete so viele Menschen, wie er konnte. Insgesamt sollen es 20 der 93 verunglückten Flüchtlinge gewesen sein. Seither ist der Einsatz des Griechen ein Symbol für die Hilfsbereitschaft der Europäer, für Solidarität und Menschlichkeit.

          An Land setzt der Grieche die Frau wieder von seinen Schultern ab. Bilderstrecke

          Stellvertretend dafür steht eine Serie von Bildern, auf denen zu sehen ist, wie Deligiorgis die Eritreerin Wegasi Nebiat aus den Wellen zieht und zum Strand trägt. „Sie hatte große Probleme zu atmen“, sagt der griechische Soldat. Andere Helfer halfen ihm, die 24 Jahre alte Frau aus dem Wasser zu ziehen. „Und dann habe ich sie instinktiv über meine Schulter geworfen“, so der Soldat.

          Als Held will Deligiorgis aber nicht gelten. Es sei nichts mutig daran, seine Pflichten als Mensch zu erfüllen, sagt er dem Guardian.

          Von dem Tag gibt es aber nicht nur Geschichten zu erzählen, die gut ausgehen. Um die Welt ging auch das Bild eines Fischers in der Bucht, der mit seinem Boot einen toten Jungen an den Strand bringt. Er habe ihn nicht mehr retten können, erzählte der Mann der Bild-Zeitung.

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