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Menschen Kinderei von der "Bounty"

18.09.2003 ·  Über 200 Jahre ist es her, daß sich die Meuterer von der „Bounty“ auf einem kleinen Eiland niederließen. Und über 17 Jahre ist es her, daß sich die Nachfahren über Nachwuchs freuen konnten. Jetzt endlich wurde Emily Rose geboren.

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„Die Rente ist sicher.“ Norbert Blüm sollte seine nächste Rede auf der Pazifik-Insel Pitcairn halten. Denn mit Emily Rose wurde dort nun nach einer 17jährigen Durststrecke das erste Baby geboren. Die Einwohnerzahl des abgelegenen Eilands steigt damit auf ungeheure 48.

Emily Rose weiß zwar noch nichts davon, aber sie ist eine echte Berühmtheit. Sie ist in neunter Generation die Nachfahrin von Fletcher Christian, jenem legendären zweiten Leutnant des britischen Marineschiffs „Bounty“. Ihr Vater, Randall Christian, ist ein UrUrUr..., auf jeden Fall ein Abkömmling Fletcher Christians in achter Generation.

Der Leutnant hatte im Jahr 1789 gemeinsam mit anderen Besatzungsmitgliedern gegen Kapitän William Bligh gemeutert. Nachdem sie den Unglücklichen und dessen Getreue in einem offenen Boot ausgesetzt hatten, suchten sie mit ihrem Segler ein ruhiges Plätzchen. Sie fanden Pitcairn Island, ein 1,6 Kilometer breites und 3,2 Kilometer langes Eiland auf halber Strecke zwischen Neuseeland und Peru. Dort ließen sie sich nieder und bekamen mit ihren polynesischen Frauen, die sie auf anderen Pazifikinseln an Bord genommen hatten, Kinder.

Zu Spitzenzeiten 230 „Meuterer“

Bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts reichte der Gen-Pool aus, um eine stattliche Bevölkerung gedeihen zu lassen. Immerhin 230 Menschen lebten damals auf Pitcairn Island. Emily Rose beflügelt nun die Hoffnung der Insulaner, irgendwann einmal wieder diese Zahl zu erreichen. Der erste Schritt dafür ist getan: Dem Baby und ihrer Mutter gehe es gut, ließ Herbert Ford, Wissenschaftler am Pacific Union College in Kalifornien, verlauten.

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