07.03.2003 · Was hat ein 21-jähriger Schwede mit Georg Bush und Saddam Hussein zu tun? Er trägt ihre Vornamen lebenslang mit sich herum. Jetzt hat er genug davon. Saddam soll verschwinden.
Eltern wollen ihren Sprösslingen den Start ins Leben so leicht wie möglich machen. Das kann manchmal ungeahnte Folgen haben.
Vor 21 Jahren brachte eine Irakerin auf Heimaturlaub in Bagdad einen kleinen Jungen zur Welt. Damit er sich an ihrem neuen Wohnort, Göteborg, gut eingewöhnen könne, nannten ihn die Eltern George. Damit der neue Erdenbürger mit dem englisch klingenden Vornamen keine Schwierigkeiten bei der Ausreise bekäme, ließen die wohlmeinenden Eltern auch noch den Vornamen des damaligen wie heutigen Staatspräsidenten hinzufügen: Saddam.
Weg mit Saddam
George Saddam, der seinen Nachnamen lieber für sich behält, ist mittlerweile 21 Jahre alt und hat von seinen beziehungsreichen Vornamen genug. Er beantragte bei den schwedischen Behörden eine Namensänderung - wegen der teilweisen Namensgleichheit mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein bei den Behörden eine Namensänderung.
Denn nun plant der junge Mann eine Reise in die USA und fürchtet, die „hypernervösen“ amerikanischen Behörden könnten ihm die Einreise verweigern.
George darf bleiben
Sein zweiter Vorname, so der Schwede, sie ihm doch nur zeitweise gegeben worden. Leider hätten es die Eltern dann aber in Skandinavien versäumt, bei den dortigen Behörden den Namen wieder streichen zu lassen. „Jetzt ist es jedes Mal irritierend, wenn der Name Saddam auf meinen Briefen steht.“
Dass er auch den Vornamen des US-Präsidenten George W. Bush trägt, stört den Schweden nach eigenen Angaben dagegen überhaupt nicht.