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Massaker Amoklauf in Erfurt sprengt sogar Dimensionen in Amerika

26.04.2002 ·  Das Blutbad an einem Erfurter Gymnasium mit 17 Toten übertrifft in tragischer Weise ähnliche Vorfälle in Amerika.

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Das Blutbad an einem Erfurter Gymnasium sprengt sogar Dimensionen in Amerika. Dort gab es in den vergangenen Jahren eine ganze Serie von Schießereien an den Schulen. Bei dem schlimmsten Massaker wurden vor fast genau drei
Jahren in Littleton im Bundesstaat Colorado 15 Menschen getötet. Trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen, die danach an den Schulen eingeführt wurden, gab es auch seither immer wieder Schießereien.

Der 18-jährige Eric Harris und der 17jährige Dylan Klebold waren am 20. April 1999 mit Schusswaffen und Sprengsätzen bewaffnet in die Columbine High School in Littleton, einem Vorort von Denver, gestürmt. Sie töteten einen Lehrer und zwölf Schüler, bevor sie Selbstmord begingen. Aus später gefundenen Videos ging hervor, dass die beiden Teenager 250 Menschen töten und durch ihre Tat berühmt werden wollten. Auf einem Video fantasierten sie, dass sich Regisseure wie Steven Spielberg oder Quentin Tarantino darum reißen würden, ihre Bluttat zu verfilmen.

Obwohl das Massaker von Littleton die Öffentlichkeit in Amerika aufrüttelte, wurde an den lockeren Waffengesetzen nichts geändert. Dabei hatten schon vorher andere schießende Schüler große Blutbäder angerichtet: So tötete am 21. Mai 1998 in Springfield im Bundesstaat Oregon ein 15-Jähriger zwei Mitschüler und verletzte 25 weitere; am Morgen hatte er bereits seine Eltern getötet. In Jonesboro im Bundesstaat Arkansas eröffneten am 24. März 1998 zwei Schüler im Alter von elf und 13 Jahren von einem Wäldchen aus das Feuer auf den Schulhof. Zuvor hatten sie Feueralarm gegeben, um zu erreichen, dass ihre Mitschüler nach draußen strömten. Vier Schülerinnen und eine Lehrerin wurden erschossen.

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