http://www.faz.net/-gum-7744p
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 21.02.2013, 15:52 Uhr

Mali Heftige Gefechte in Gao

Dschihadisten haben sich Gefechte mit Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe sowie malischen Einheiten geliefert. Aus der Stadt Kidal weiter im Norden wurde die Explosion einer Autobombe gemeldet.

von , Johannesburg
© REUTERS Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe sowie malischen Einheiten sollen drei Dschihadisten getötet haben

In der nordmalischen Stadt Gao ist es am Donnerstag zu Gefechten zwischen Dschihadisten und Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe sowie malischen Einheiten gekommen. Augenzeugen berichteten am Donnerstag, das Gerichtsgebäude der Stadt stehe in Flammen.

Thomas Scheen Folgen:

Die Kämpfe spielten sich sowohl im Stadtzentrum als auch an den nördlichen und südlichen Ausfallstraßen ab. Bei ersten Gefechten mit Soldaten aus Niger in der Nacht zum Donnerstag sollen drei islamistische Angreifer getötet worden sein. Später hätten auch malische Soldaten eingegriffen, hieß es. Die Terrorgruppe Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (Mujao) bekannte sich am Donnerstag zu den Angriffen.

- © AFP Vergrößern Die Gebäude von Gao sind gezeichnet vom Krieg

Am 10. Februar hatten Mujao-Kämpfer schon einmal Gao überfallen. Aus der Stadt Kidal weiter im Norden wurde ebenfalls am Donnerstag die Explosion einer Autobombe gemeldet. Das Fahrzeug habe sich auf einen Militärstützpunkt zubewegt, der von französischen und tschadischen Truppen genutzt wird, als der Sprengsatz gezündet wurde. Allerdings soll sich die Explosion mehrere hundert Meter vom Eingang des Stützpunktes ereignet haben. Angaben über eventuelle Opfer lagen nicht vor.

Unweit von Kidal erstreckt sich der Gebirgszug Adrar des Ifoghas, wo nach wie vor zahlreiche Dschihadisten vermutet werden. Dort war zu Beginn der Woche ein französischer Fremdenlegionär bei Gefechten mit radikalen Islamisten getötet worden.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
IS-Hochburg vor dem Fall Libysche Regierungstruppen schlagen letzte Schlacht in Sirte

Nicht nur in Syrien und Irak ist die Terrormiliz IS in der Defensive. Auch in Libyen melden die Regierungstruppen Erfolge. In Sirte sollen die letzten von Dschihadisten gehaltenen Stadtteile befreit werden. Mehr

29.08.2016, 08:26 Uhr | Politik
Norwegen Erste wehrpflichtige Frauen rücken in die Kasernen ein

Norwegen macht jetzt endgültig ernst mit der Gleichberechtigung: Die Wehrpflicht gilt in dem skandinavischen Land jetzt auch für Frauen. In den Kasernen arbeiten die Soldaten und Soldatinnen nicht nur gemeinsam, sie teilen sich auch die Zimmer in den Unterkünften. Mehr

28.08.2016, 15:46 Uhr | Politik
Wende im Syrien-Krieg Der einsame Kampf der Kurden

Im Krieg gegen den IS waren die Kurden bislang die wichtigsten Verbündeten des Westens. Doch die Unterstützung schwindet. Denn mit der türkischen Militäroffensive in Syrien droht das Blatt sich nun zu wenden. Mehr Von Rainer Hermann

28.08.2016, 21:14 Uhr | Politik
Syrien Amerikanischer Sondergesandter kritisiert türkisches Vorgehen

Die türkische Armee hat die Grenze nach Syrien überquert, um dort gegen den IS zu kämpfen, aber auch, um zu verhindern, dass kurdische Rebellen weitere Gebiete erobern. Unterdessen hat Amerika den türkischen Militäreinsatz scharf kritisiert. Die Gefechte seien inakzeptabel, erklärte der amerikanische Sondergesandte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, am Montag auf Twitter. Mehr

29.08.2016, 17:06 Uhr | Politik
Warnung aus Washington Unkoordinierte Aktionen spielen IS in die Hände

Als inakzeptabel bezeichnete der amerikanische Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Militärkoalition Brett McGurk das Vorgehen der Türken gegen die Kurden im Norden von Syrien. Der IS könnte profitieren. Mehr Von Christoph Ehrhardt, Beirut

29.08.2016, 18:15 Uhr | Politik

Facebook-Gründer Audienz beim Papst

Mark Zuckerberg trifft Papst Franziskus, Sara Sampaio ärgert sich über Paparazzi, und Sylvie Meis spricht über die Zeit nach der Trennung von Rafael van der Vaart – der Smalltalk. Mehr 14

Frankfurter Allgemeine Stil auf Facebook
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden