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Samstag, 11. Februar 2012
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Loveparade „Love is back“ in Berlin

15.07.2006 ·  Nach zwei Jahren Pause haben in Berlin wieder Hunderttausende Menschen beim Loveparade-Umzug auf der Straße des 17. Juni zu elektronischer Musik getanzt und gefeiert. Es war bunt, schrill aber ein wenig anders als früher.

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Nach zwei Jahren Pause haben am Samstag in Berlin wieder Hunderttausende Menschen beim Loveparade-Umzug auf der Straße des 17. Juni zu den Klängen elektronischer Musik getanzt und gefeiert.

Unter dem Motto „The Love is back“ rollten 39 Musikwagen vom Brandenburger Tor über die Siegessäule bis zur S-Bahn-Brücke Tiergarten. Bis zur Abschlußkundgebung am frühen Abend kamen nach Angaben des Geschäftsführers der Loveparade Berlin GmbH, Rainer Schaller, über eine Million Menschen zu der Massenparty. Loveparade-Sprecher Maurice Maué sagte, er sei „extrem zufrieden“, weil auch das Musikkonzept aufgegangen sei.

Weniger Plüsch und Sonnenblumen

Auf den Musikwagen, den sogenannten Floats, waren Teilnehmer aus 17 Nationen vertreten. Mehr als 230 DJs legten elektronische Tanzmusik auf. Die Besucher feierten nach Polizeiangaben friedlich und fröhlich bei gutem Partywetter mit Temperaturen um 25 Grad.

Anders als bei den bisherigen Loveparade-Umzügen verzichteten die meisten Besucher dieses Mal auf exotische Kostüme und trugen einfache T-Shirts. Viele Frauen erschienen aber wie in früheren Jahren herausgeputzt mit Bikinis und kurzen Röcken.

Nachwehen der Weltmeisterschaft

Plüsch und Sonnenblumen waren im Gegensatz zu vergangenen Paraden eher weniger zu sehen. Dafür gehörten auch in diesem Jahr Trillerpfeifen zur Ausrüstung. Einige Besucher hatten von der Fußball-Weltmeisterschaft übrig gebliebene Accessoires wie Deutschland- und Italien-Flaggen mitgebracht.

Nach Polizeiangaben gab es zunächst keine Zwischenfälle. Der Malteser Hilfsdienst zählte bis zur Abschlußkundgebung 412 Hilfeleistungen und 78 Krankentransporte. Die meisten Patienten mußten wegen Kreislaufproblemen, Blasen an den Füßen und Schnittwunden behandelt werden. Am späten Nachmittag kamen auch vermehrt Fälle von Alkohol- und Drogenmißbrauch dazu.

Veranstaltung ohne öffentliche Gelder

Bereits am Mittag hatte das Musikprogramm auf den elf Bühnen begonnen. Am Großen Stern waren für die Abschlußkundgebung zwei Bühnen und eine VIP-Tribüne aufgebaut worden. Erschöpfte Fans konnten sich in einer Chill-Out-Area am Haus der Kulturen der Welt ausruhen. Die Loveparade soll um 23.00 Uhr mit der Hymne „United States of Love“ von Westbam enden.

Schon Stunden vor Beginn des Umzugs waren die ersten Loveparade-Fans zum Tiergarten geströmt. Mit elf Sonderzügen kamen am Vormittag Raver in die Hauptstadt. Auch die Regionalbahnen aus dem Norden seien gut besetzt gewesen. In den vergangenen zwei Jahren war die Loveparade ausgefallen. In diesem Jahr hatten die Veranstalter mit einer Million Besuchern gerechnet.

Für die Loveparade 2006 stand nach Angaben von Schaller ein Etat von rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Schaller ist als Inhaber einer Fitnesskette zugleich Hauptsponsor der Veranstaltung. Maué betonte, die Parade komme in diesem Jahr erstmals „zu 100 Prozent ohne öffentliche Gelder aus“ und finanziere sich über Sponsorengelder. Die Loveparade GmbH trage vollständig die Reinigungskosten für die Veranstaltung.

Die Loveparade wurde 1989 von Matthias Roeingh alias Dr. Motte ins Leben gerufen. Damals zogen 150 Teilnehmer unter dem Motto „Friede Freude Eierkuchen“ über den Berliner Ku-Damm. In den folgenden Jahren kamen immer mehr Raver zu dem Techno-Umzug, der deshalb ab 1996 in den Tiergarten verlegt wurde. 1999 erlebte die Loveparade mit 1,5 Millionen Besuchern ihren Höhepunkt. Nachdem die Besucherzahl danach jedoch wieder sank, musste die Parade 2004 abgesagt werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp, AP
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