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Freitag, 10. Februar 2012
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Los Angeles Millionenentschädigung für Mobbing mit Hundefutter

10.11.2006 ·  Für die Kollegen war es ein „harmloser Streich“, Tennie Pierce empfand es als Rassendiskriminierung. Drei Feuerwehrmänner hatten ihrem Kollegen Hundefutter unter seine Spaghetti-Mahlzeit gemischt. Die Stadt Los Angeles muß für diese Aktion nun zahlen.

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Ein schwarzer Feuerwehrmann in den Vereinigten Staaten erhält eine Millionenentschädigung, weil ihm Kollegen Hundefutter ins Essen gemischt hatten. Wie die „Los Angeles Times“ berichtete, wird die Stadt Los Angeles dem 51 Jahre alten Tennie Pierce 2,7 Millionen Dollar (2,1 Millionen Euro) zahlen. Nach dem Vorfall im Oktober 2004 hatte der Feuerwehrmann wegen Rassendiskriminierung und Belästigung unter anderem die städtische
Feuerwehr verklagt. Mit der vom Stadtrat bewilligten Zahlung wurde die Klage nun außergerichtlich beigelegt.

Er habe „einen großen Bissen zu sich genommen und bemerkt, daß andere Feuerwehrleute lachten“, führte Pierce in seiner Klage an. Niemand habe ihn darüber aufgeklärt, daß drei Kollegen Hundefutter unter seine Spaghetti-Mahlzeit gemischt hatten. Nach dem Vorfall sei er noch über ein Jahr lang gehänselt und erniedrigt worden.

„Harmloser Streich“

Ein Anwalt der Feuerwehrleute sprach von einem „harmlosen Streich“, der nichts mit der Hautfarbe des Mannes zu tun hatte. Die Anwälte von Pierce führten dagegen Rassendiskriminierung als Motiv an. Feuerwehrchef William Bamattre räumte ein, daß der „untragbare“ Vorfall die Richtlinien am Arbeitsplatz verletzt habe.

Über die Hälfte der 3600 Feuerwehrleute in Los Angeles sind weiß. Schwarze Brandbekämpfer machen nur 12 Prozent des Einsatzteams aus. Frauen sind mit 2,7 Prozent die kleinste Gruppe. Anfang der 90er Jahren waren viele Diskriminierungsvorwürfe, vor allem von Schwarzen und Frauen, laut geworden. Nach einer internen Untersuchung trat 1994 der damalige Chef der Feuerwehr zurück.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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