08.07.2007 · 150 internationale Musiker, neun Städte, ein Ziel: Singen für den Klimaschutz. Mit einem Auftritt von Police in New Jersey ging in der Nacht zum Sonntag der Konzert-Marathon „Live Earth“ zu Ende. Zum Hamburger Konzert kamen nicht mehr als 30.000 Zuschauer.
Auf sieben Kontinenten haben sich 150 Weltstars wie Madonna, Bon Jovi und Genesis in einem 24-stündigen Konzertmarathon mit Rock, Rap und Reden für den Klimaschutz stark gemacht. Ein umjubelter Auftritt der wiedervereinigten Gruppe The Police im Giants Stadium in New Jersey unweit von New York war in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) das krönende Finale der weltumspannenden „Live Earth“-Show. Vor 52.000 Zuschauer waren dort acht Stunden lang Musikgrößen wie Bon Jovi, Alicia Keys, John Mayer, Keith Urban und die Smashing Pumpkins aufgetreten.
„Heute sind zwei Milliarden Menschen in über 130 Ländern auf sieben Kontinenten zusammen gekommen“, sagte der Initiator des Ereignisses, der frühere amerikanische Vizepräsident Al Gore in New York. 24 Stunden zuvor hatte sich der Umweltaktivist per Videobotschaft an die Fans in Australien gewandt. Als Weltbürger müsse jeder mehr Verantwortung übernehmen und im eigenen Leben auf Energiesparen setzen, sagte Gore zum Auftakt der Konzertreihe in Sydney, die mit feurigen Tänzen der australischen Aborigines eingeläutet wurde.
Spärlicher Besuch in Hamburg
Dann reihte sich Tokio in das Mammut-Programm ein. Vor mehr als 10.000 Besuchern ließ es vor allem die Rockband Linkin Park krachen, die einen solchen Ansturm auf die Bühne auslöste, dass das Konzert kurz unterbrochen wurde. Nach dem Konzertbeginn in Johannesburg und Schanghai ging es fast gleichzeitig in Hamburg und London los. Bei dem rund neunstündigen Festival in Hamburg, dem einzigen deutschen „Live Earth“-Konzert, heizte Latino-Star Shakira zur Eröffnung den zunächst spärlichen Zuschauern im strömenden Regen mit heißen Rhythmen ein. Rapper Snoop Dogg und Enrique Iglesias spielten vor den maximal 30.000 Fans ebenso wie Grand-Prix-Teilnehmer Roger Cicero und Silbermond. Altstar Yusuf alias Cat Stevens bildete den Abschluss des Konzertes, bei dem mehr als 20 Künstler auf der Bühne standen.
Im Londoner ausverkauften Wembley-Stadion jubelten 70.000 Menschen Top-Stars wie Genesis, Metallica, den Red Hot Chili Peppers und Madonna zu. Als letzte Station setzte am Abend Rio de Janeiro ein musikalisches Zeichen gegen den Klimawandel. Beim größten und gleichzeitig dem einzigen kostenlosen „Live Earth“-Event tanzten über 500.000 Menschen an der Copacabana zu Rhythmen unter anderem von Rockstar Lenny Kravitz. Zahlreiche Hollywoodstars, darunter Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz, Alec Baldwin und Kevin Bacon redeten den Fans in New York ins Gewissen, selbst einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Country-Star Keith Urban erzählte nach seinem Auftritt dem Sender CNN, dass seine zwölf Tournee-Lastwagen mit Biodiesel betrieben werden. Rapper Ludacris wollte sein Haus auf Solar-Energie umrüsten. Al Gore war mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Washington nach New York gereist.
Unsinnige Veranstaltungen!
Wilhelm Friedrich (WillyF)
- 07.07.2007, 18:46 Uhr
Klima-Musi
Burghard Schmanck (Schmanck)
- 07.07.2007, 22:15 Uhr
Ob Darfur, die Globalisierung oder der Klimawandel
Werner Kühn (IusGentium)
- 08.07.2007, 00:22 Uhr
Messianische Huldigung für eitlen Sebstdarsteller
Ernst-Markfried Kraatz (ErnstKraatz)
- 08.07.2007, 11:23 Uhr
Bester Weg um auf etwas aufmerksam zu machen wenn die Politik nicht mitspielt
Alexander Haas (Haase77)
- 08.07.2007, 12:49 Uhr