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Erst nach vier Stunden bemerkt : Bestattungsinstitut beerdigt falsche Leiche

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Wie die falsche Leiche in den Sarg (Symbolbild) gelangte, versuchen nun die Behörden zu ermitteln. Bild: dpa

Bei einer Beerdigung in Lettland kommt es zu einer folgenreichen Verwechslung. Den Angehörigen fällt der Irrtum erst nach der Beisetzung auf. Nun ermittelt die Polizei.

          In Lettland hat ein Bestattungsunternehmen wegen einer Verwechslung die falsche Leiche beigesetzt. Der Irrtum sei erst nach der Beerdigung des Mannes auf dem Friedhof des Ostseebads Jurmala aufgefallen, wie der lettische Rundfunk am Montag unter Berufung auf die Familie des mit 65 Jahren Verstorbenen berichtete. Die Polizei untersucht nun den Vorfall, der sich Anfang April zugetragen habe.

          „Wir haben ihn um 11.00 Uhr begraben und um 14.52 Uhr wurde mir gesagt, dass wir nicht meinen Vater beigesetzt haben“, sagte die Tochter des 65-Jährigen dem Rundfunk. Der Mann war mit Kopfverletzungen tot auf einer Straße gefunden worden. Auf der Trauerfeier sei niemandem die falsche Leiche aufgefallen. Die Gesichtszüge des Mannes erschienen ihr zwar fremd, sagte die Tochter. Doch habe sie dies auf Kopfwunden ihres Vaters und ihren eigenen Stress zurückgeführt. Anderen Gästen der Beerdigung ging es dem Rundfunkbericht zufolge ähnlich.

          Über den Irrtum informiert wurde die Familie von der Bestattungsfirma, die es ihrerseits vom staatlichen forensisch-medizinischen Institut erfahren hatte. In das Institut war der Leichnam gebracht worden, nachdem der Mann gestorben war.

          Wo und wie es zu der Verwechslung kam, sollen nun die Ermittler klären. Eine Sprecherin der Bestattungsfirma sah die Verantwortung für die „inakzeptable Situation“ beim forensisch-medizinischen Institut oder dem Bestatter, der den Leichnam des Mannes dort angeliefert hatte. Das Institut wollte sich unter Verweis auf die Ermittlungen nicht zu dem Vorfall äußern.

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