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Lebensmittel Viel zu wenig Inhalt

21.03.2005 ·  Wegen zu gering gefüllter Verpackungen geben deutsche Verbraucher jedes Jahr Millionen Euro zu viel für Lebensmittel aus. Wie Verbraucherzentralen melden, enthalten im Schnitt sechs Prozent der Produkte weniger Inhalt als angegeben.

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Wegen zu gering gefüllter Verpackungen geben deutsche Verbraucher jedes Jahr Millionen Euro zu viel für Lebensmittel aus.

Durchschnittlich sechs Prozent der Produkte enthielten weniger Inhalt als auf der Verpackung angegeben, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) am Montag unter Berufung auf die bundesweite Statistik der Füllmengenkontrolle für das Jahr 2003 mit.

Bei unverpackten Waren wie Brot waren die Abweichungen demnach so groß, daß jedes siebte bis achte Produkt gar nicht in den Verkauf hätte gehen dürfen, bei unverpacktem Obst und Gemüse sogar jedes dritte.

Das Bußgeld schrecke niemanden ab

Der Bundesverband forderte die Einführung einer Mindestfüllmenge. „Viele Unternehmen kassieren die Verbraucher ab“, kritisierte der Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsfragen, Patrick von Braunmühl. „Was drauf steht, muß mindestens auch drin sein - und zwar bei jedem einzelnen Produkt.“ Kleine Abweichungen summierten sich zu Unrechtsgewinnen in Millionenhöhe.

Die verantwortlichen Hersteller müßten kaum Sanktionen befürchten, erklärten die Verbraucherschützer. Mit den wenigen Kontrollen und Bußgeldern von höchstens 10.000 Euro sei kein Abschreckungseffekt verbunden.

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