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Sonntag, 12. Februar 2012
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Küchengeräte Der kleine Werkzeugkoffer für den Koch

25.05.2010 ·  Wer kein Gefühl fürs Kochen hat, dem hilft die teuerste Kücheneinrichtung nichts. Wir stellen die Basic-Ausrüstung unserer Testküche vor - damit lässt sich sowohl Geld als auch Stauraum sparen und doch bestens kochen.

Von Ursula Heinzelmann
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Der kalifornische Fotograf Ken Rockwell ist aufgrund seiner unverblümten Äußerungen nicht unumstritten, aber zumindest in einem Punkt trifft er den Nagel voll und ganz auf den Kopf: „Your camera doesn't matter“, Ihre Kamera ist unwichtig. Mehr teure Technik helfe überhaupt nicht, schreibt er auf seiner Website, wenn der Mensch hinter der Linse keinen Blick fürs Bild habe, Inspiration und Ideen fehlten. „Nicht Kameras machen Bilder, sondern Fotografen. Kameras sind nur Werkzeug...“

Angesichts des riesigen Angebots an Küchenzubehör fühlt man sich oft an diese Worte erinnert. Bis vor kurzem etwa hieß es unter ambitionierten Nichtprofis stereotyp, mit Elektro könne man ja nun wirklich gar nicht anständig kochen, Gas sei ein absolutes Muss. Nach einem kurzen Zwischenspiel der Ceranfelder hat sich inzwischen der Induktionsherd ganz oben aufs Treppchen der heiß ersehnten Kochspielstätten geschoben, in einer ordentlichen Küche natürlich kombiniert mit Dampfgarer, Superzero-Monsterkühlwand und nicht zu vergessen dem perfekten Antihaft-Dreischichtlegierung-Kochtöpfesatz.

Mit den einfachsten Mitteln etwas Feines zustande bringen

Nun soll hier nicht gegen Luxus und Technik gepredigt werden, auch moderne Ästhetik ist wunderbar. Aber geht es da noch ums Kochen an sich? Um das Ergebnis auf dem Teller, um Duft und Geschmack? Sind für ein stimmiges kulinarisches Erlebnis diese Investitionen tatsächlich entscheidend? Wohl kaum. Eine gewisse Spezialausstattung kann, wie auch Ken Rockwell zugibt, in bestimmten Situationen hilfreich sein, aber grundsätzlich gilt: Wer kein Gefühl fürs Kochen hat, dem hilft die teuerste Kücheneinrichtung nichts - während ein hinlänglich begabter Koch auch mit den einfachsten Mitteln etwas Feines zustande bringt.

Einmal abgesehen von der Technik - ganz ohne Werkzeug kocht es sich natürlich auch nicht gut. Aber weniger ist hier eindeutig mehr. Vieles, was edelstahlglänzend und silikonbunt in Küchenläden lockt, schafft durch Werbung erst Bedarf, um sich am nahezu gesättigten Markt einen Platz zu erkämpfen, und ist entweder überflüssige Spielerei oder für Haushaltsküchen vollkommen überdimensioniert. Wir stellen hier die Basic-Ausrüstung unserer Testküche vor, täglich im Gebrauch und seit langem bewährt - damit lässt sich sowohl Geld als auch Stauraum sparen und doch bestens kochen.

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