http://www.faz.net/-gum-79727

Krise in Spanien : Juan Carlos gibt jetzt auch seine „Fortuna“ auf

  • Aktualisiert am

Die Yacht „Fortuna“ Bild: dpa

Der spanische König Juan Carlos verzichtet auf die Benutzung seiner Jacht „Fortuna“. In Zeiten der Krise seien alle staatlichen Institutionen zur Sparsamkeit verpflichtet, verlautete aus Palastkreisen.

          Der spanische König Juan Carlos hat in einer weiteren Geste der Sparsamkeit seine Yacht „Fortuna“ aufgegeben. Nun muss die Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy entscheiden, ob sie das Schiff behalten und in den Bestand der Nationalen Schätze aufnehmen oder aber versteigern lassen will. Der König folgte mit seiner Entscheidung laut Palast der „Logik der Austerität“. Die Fortuna wurde in den letzten Jahren ohnehin nur noch selten benutzt - unter anderem, weil eine Tankfüllung mehr als 20.000 Euro kostete.

          Die 51 Meter lange Yacht war ein Geschenk von Geschäftsleuten der Balearen-Inseln, die sich von der dort regelmäßig urlaubenden Königsfamilie auch einen touristischen Werbe-Bonus versprachen. Es war schon das dritte Schiff gleichen Namens, das der segelbegeisterte Monarch in den vergangenen drei Jahrzehnten besessen hatte. Die erste, noch vergleichsweise bescheidene Fortuna erwarb er selbst. Die zweite war eine Aufmerksamkeit des saudischen Königs Fahd. Noch bleibt den spanischen Royals indes das 15 Meter lange Motorboot „Somni“, das ihnen ein befreundeter Reeder bei Bedarf zu überlassen pflegt.

          Neues Ungemach droht derweil der jüngeren Königstochter Cristina, die vor einer Woche in der Korruptionsaffäre um ihren Mannes Iñaki Urdangarin zunächst von der Liste der „Verdächtigen“ gestrichen worden war. Inzwischen hat der für Korruptionsbekämpfung zuständige Staatsanwalt in Palma de Mallorca das katalanische Finanzministerium aufgefordert, einen detaillierten neuen Bericht über die Infantin vorzulegen. Dabei soll geprüft werden, ob sie eventuell durch eine gemeinsam mit ihrem Mann betriebene Sozietät ein Steuerdelikt begangen habe.

          Quelle: wie., F.A.Z.

          Weitere Themen

          Lebenszeichen gibt Hoffnung Video-Seite öffnen

          Vermisstes U-Boot : Lebenszeichen gibt Hoffnung

          Argentiniens Marine sucht noch immer ihrem im Atlantik verschollene U-Boot. Das Schiff hat am Samstag offenbar einen Kontaktversuch unternommen. Das hat das argentinische Verteidigungsministerium mitgeteilt.

          Topmeldungen

          F.A.Z. exklusiv : Lindner: Wir fühlten uns gedemütigt

          Im Interview mit der F.A.Z. spricht der FDP-Vorsitzende über die Gründe für den Ausstieg aus den Jamaika-Sondierungen. Vor allem einer Partei wirft Christian Lindner fehlende Kompromissbereitschaft vor.
          Keine Zeit für Grokodilstränen: Sigmar Gabriel und Martin Schulz am Dienstag im Bundestag

          SPD nach Jamaika-Aus : Einmal Opposition und zurück

          Nach dem Paukenschlag wird in der SPD noch einmal neu nachgedacht. Es gelte, Neuwahlen zu vermeiden – heißt es hinter vorgehaltener Hand. Behutsam müsse man die Partei auf eine Regierungsbeteiligung vorbereiten. Nur wie?
          Heute ein seltenes Phänomen: Steiger in Deutschland.

          Letztes Bergwerk im Ruhrgebiet : Schicht im Schacht

          Auf Prosper-Haniel, der letzten Zeche im Ruhrgebiet, bereiten sich die Arbeiter auf die Schließung vor. Von 2700 Mitarbeitern werden viele in den Vorruhestand gehen, andere sich neue Jobs suchen. Die Pumpen unter Tage aber müssen weiterlaufen – für immer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.