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Sonntag, 12. Februar 2012
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Kriminalstatistik 2007 Jugendgewalt nimmt zu

22.05.2008 ·  Die polizeilich registrierte Kriminalität ist im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent gesunken. Doch die Jugendgewalt nahm weiter zu. Bundesinnenminister Schäuble sprach bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2007 von einer „wachsenden Neigung zur Gewalt“.

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Die polizeilich registrierte Kriminalität in Deutschland ist im vergangenen Jahr abermals um 0,3 Prozent auf knapp 6,3 Millionen Fälle gesunken. Das sind 19 562 Fälle weniger als im Jahr zuvor. Das teilten Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (beide CDU) in Berlin bei der Vorlage der Kriminalstatistik 2007 mit. Schäuble sagte, die Zahlen zeigten, dass Deutschland „nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt“ sei.

Die Gewaltkriminalität Jugendlicher im Alter von 14 bis 18 Jahren nahm allerdings um 4,9 Prozent zu. Im Jahr 2006 war sie um 0,7 Prozent angestiegen. Als „besonders auffällig“ wurde der Anstieg der gefährlichen und schweren Körperverletzung um 6,3 Prozent eingestuft. „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass es eine wachsende Neigung zur Gewalt gibt“, sagte Schäuble.

Aufklärungsquote von 55 Prozent

Gefordert sei dabei aber nicht nur die Polizei, sondern auch Eltern, Schulen und die Gesellschaft insgesamt. Schönbohm sagte, jugendliche Straftäter müssten so schnell wie möglich für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden.

Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei 55 Prozent. Im Jahr 2006 war mit 55,4 Prozent die bisher höchste Quote erzielt worden. Die polizeilich registrierte Kriminalität in Deutschland hatte 1993 mit 6,75 Millionen Straftaten ihren Höhepunkt erreicht.

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