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Zehn Jahre nach der Entführung Kampusch kauft Haus ihres Peinigers

14.05.2008 ·  Natascha Kampusch will verhindern, dass der Ort, wo sie acht Jahre lang gequält wurde, Vandalen anheimfällt oder mit Reihenhäusern bebaut wird. Deshalb hat sie nun das Haus ihres Entführers gekauft. Nach ihrer Befreiung im Jahr 2006 war sie bisher aber nur einmal dort.

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Natascha Kampusch (20) hat das Haus gekauft, in dem sie ihr Peiniger jahrelang gefangen gehalten hat. Ihr sei es lieber, das Haus gehöre ihr, bevor dort Vandalen einfallen oder Reihenhäuser auf dem Grundstück gebaut werden, sagte sie der Zeitschrift „Bunte“.

„Ich muss jetzt für ein Haus, in dem ich nie leben wollte, Strom, Wasser, Grundsteuer bezahlen.“ Sie sei nach ihrer Befreiung schon einmal dort gewesen.

„Mein Magen schnürt sich bei den Bildern zusammen“

Kampusch war im Jahr 1998 als damals Zehnjährige auf dem Weg zur Schule von Wolfgang Priklopil entführt worden. Ende August 2006 konnte sie sich nach acht Jahren Gefangenschaft in einem Verlies unter dem Haus in Niederösterreich selbst befreien.

Priklopil beging nach ihrer Flucht Selbstmord. Der Inzest-Fall von Amstetten bringe nun mühsam unterdrückte Gefühle zu ihrem eigenen Schicksal wieder zurück. „Mein Magen schnürt sich bei den Bildern zusammen“, sagte Kampusch.

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