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Urteil „Opa-Bande“: Für den Rest des Lebens im Gefängnis?

10.06.2005 ·  Die Mitglieder der sogenannten „Opa-Bande“ werden möglicherweise den Rest ihres Lebens in Haft verbringen. Die betagten Bankräuber wurden zu neun und zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

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Das Landgericht Hagen hat am Freitag im Prozeß gegen die vermutlich älteste Bankräuberbande Deutschlands langjährige Haftstrafen verkündet. Die drei Angeklagten im Alter von 64 bis 74 Jahren müssen für neun bis zwölf Jahre hinter Gitter.

Die drei Senioren hatten in dem Prozeß gestanden, zwischen Dezember 1988 und Januar 2004 in wechselnder Besetzung 14 Banken überfallen zu haben. Dabei soll die sogenannte „Opa-Bande“ nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 1,3 Millionen Euro erbeutet haben.

Raubzüge in der Dämmerung

Die rüstigen Rentner hatten ihre Überfälle vor allem in Ostwestfalen und dem Märkischen Kreis im Sauerland begangen. Dabei ging das betagte Trio zumeist nach dem gleichen Strickmuster vor. Nachdem die Banken generalstabsmäßig ausgekundschaftet worden waren, drangen die Männer maskiert in die Banken ein und forderten von den Angestellten die Herausgabe des Geldes. Dabei drohten sie mit einer Maschinenpistole oder einer Handgranatenattrappe. In der Regel nutzten sie auch die Dämmerung für ihre Raubzüge.

Als Motiv für die Taten hatte der Angeklagte Wilfried A. vor allem Geldsorgen genannt. Er habe Angst gehabt, in ein Seniorenheim abgeschoben zu werden, wenn er nicht mehr genug Geld haben sollte, einen von ihm gepachteten Bauernhof zu halten. Sein Komplize Rudolf R. hatte erklärt, er habe die Taten als „Wiedergutmachung“ für eine angeblich unschuldig verbüßte Haftstrafe begangen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp
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