11.12.2008 · Wegen schwerer Vergewaltigung zweier Mädchen hat das Landgericht Dresden den 33 Jahre alten Carsten D. zu elf Jahren Haft verurteilt. Der Fall erregte Aufsehen, weil die Ermittler versuchten, dem Täter mit dem größten DNA-Massentest der deutschen Geschichte auf die Spur zu kommen.
Wegen besonders schwerer Vergewaltigung zweier Mädchen und Körperverletzung hat das Landgericht Dresden den 33 Jahre alten Carsten D. zu elf Jahren Haft verurteilt. Dazu muss er Schadenersatz an seine Opfer zahlen.
Der nicht einschlägig Vorbestrafte hatte gestanden, im September 2005 eine neun Jahre altes und Anfang 2006 ein elf Jahre altes Mädchen entführt, sexuell missbraucht und später wieder ausgesetzt zu haben. Das erste Opfer verletzte er bei einer Vergewaltigung schwer. Die Staatsanwaltschaft hatte elf Jahre, die Verteidigung nicht mehr als sechs Jahre Freiheitsstrafe gefordert.
Mehr als zweieinhalb Jahre lang hatte die Dresdner Polizei nach dem Vergewaltiger der beiden Mädchen gesucht. Der Fall erregte Aufsehen, weil die Ermittler versuchten, dem Täter mit dem größten DNA-Massentest der deutschen Geschichte auf die Spur zu kommen. Seit Juli 2006 bat die Sonderkommission „Heller“ 30.000 Männer zwischen 25 und 45 Jahren mit einer Körpergröße von 1,65 bis 1,85 Metern zur Speichelprobe. Letztlich nahmen 14.200 Männer teil.
Im Juli schließlich brachte dann traditionelle Ermittlungsarbeit die Polizisten auf die Spur von Carsten D. Er hatte früher einmal in der Nähe eines der Tatorte gelebt. Auch war einem Zeugen an einem der Tattage ein silbergraues Auto mit dem Kennzeichenfragment „DD-D . . .“ aufgefallen. Ein solches Fahrzeug besaß er früher. Ein Speicheltest ergab schließlich: Die DNA von Carsten D. stimmt mit jener des Täters überein.