31.08.2005 · Ein Gericht in Thailand hat an diesem Mittwoch einen Mann aus Schleswig-Holstein wegen Mordes zum Tode verurteilt. Das Auswärtige Amt hat das Urteil „in erster Instanz“ mittlerweile bestätigt.
Ein Gericht in Thailand hat an diesem Mittwoch einen Mann aus Schleswig-Holstein wegen Mordes zum Tode verurteilt. Das Auswärtige Amt bestätigte entsprechende Angaben des Radiosenders NDR 1 Welle Nord.
Der Prozeß habe in Chiang Mai im Norden des Landes stattgefunden. Details zu den Vorwürfen wollte ein Sprecher des Außenministeriums nicht nennen. Der 34 Jahre alte Mann aus Großenbrode in Ostholstein soll laut Anklage einen Schweizer Urlauber getötet haben, berichtete der Radiosender. Das Opfer habe vorübergehend im Haus des 34jährigen gewohnt. Der Beschuldigte bestreite die Tat.
Der Lübecker Rechtsanwalt des Mannes bezeichnete das Urteil im NDR als „große Überraschung“ und kündigte Berufung an. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte: „Wir tun natürlich alles, um ein weiteres Verfahren so zu bewerkstelligen, daß es nicht zur Todesstrafe kommt. Es ist ja Gott sei Dank erst ein Urteil der ersten Instanz.“ Die Botschaft in Thailand werde den 34jährigen mit allen verfügbaren Mitteln bei der Berufung begleiten. „Das Auswärtige Amt hat sich mit den Angehörigen in Verbindung gesetzt, um das weitere Vorgehen abzustimmen.“