05.08.2007 · Vor den Augen des Personals haben am Sonntag mehrere bewaffnete Personen vier wertvolle Gemälde von Bruegel, Sisley und Monet geraubt. Das Musée des Beaux Arts in Nizza war schon einmal wegen eines Kunstraubs in den Schlagzeilen.
Auf brutale Weise haben mehrere maskierte und bewaffnete Männer am Sonntag vier wertvolle Gemälde aus dem Musée des Beaux Arts Jules Chéret in Nizza geraubt. Die Täter betraten das im Stadtzentrum gelegene Museum, das am Sonntag freien Eintritt hatte, gegen 13.00 Uhr und überwältigten das Personal, wie aus französischen Polizeikreisen verlautete. Zwei der geraubten Werke stammten demnach von Bruegel, die beiden anderen von den französischen Impressionisten Alfred Sisley und Claude Monet.
Die Sammlung des in einem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert untergebrachten Museums war schon einmal Ziel eines Kunstraubs. Im September 1998 wurden ebenfalls zwei Werke von Monet und Sisley gestohlen. Die Gemälde wurden jedoch eine Woche später in einem reparaturbedürftigen Schiff im Hafen von Saint-Laurent-Du-Var im Departement Alpes-Maritimes wiedergefunden. Einer der Täter war der damalige Konservator des Museums, Jean Fornéris. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, davon dreieinhalb auf Bewährung; außerdem erhielten zwei Komplizen mehrjährige Gefängnisstrafen.
Das Musée des Beaux Arts in Nizza beherbergt eine umfangreiche Gemäldesammlung aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, von der italienischen Renaissance bis zum Impressionismus. Darunter sind Werke berühmter Maler wie Edgar Degas (1834-1917), Boudin, Raoul Dufy (1877-1953) und Eugène Boudin (1824-1898) sowie Skulpturen des 19. Jahrhunderts von Jean-Baptiste Carpeaux und Auguste Rodin. Das Museum ist nach dem französischen Maler, Grafiker und Lithographen Jules Chéret (1836-1932) benannt, der in Nizza lebte und wirkte.