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Überfall auf Pokerturnier Polizei rechnet mit schneller Aufklärung

08.03.2010 ·  Bei dem Überfall auf ein Pokerturnier in Berlin haben die Räuber knapp 242.000 Euro erbeutet. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter schnell gefasst werden. Sie seien sehr dilettantisch vorgegangen. Allerdings gibt es noch keine konkrete Spur.

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Der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch ist zuversichtlich, dass die Kriminalpolizei den spektakulären Überfall auf Deutschlands größtes Pokerturnier am Samstag im Luxushotel „Grand Hyatt“ am Potsdamer Platz bald aufklärt. Fest steht inzwischen, dass die Räuber knapp 242.000 Euro erbeuteten. Diese Summe hätten die Veranstalter des Pokerturniers den Behörden genannt, sagte Glietsch am Montag vor dem Innenausschuss im Abgeordnetenhaus. Im Tresor im Foyer vor dem Poker-Saal hätten demnach 691.000 Euro an eingezahlten Startgeldern gelegen.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, kritisierte am Montag die zu geringe Anzahl von Sicherheitsleuten für dieses Event. Ein Turnierveranstalter, „der mit solchen Geldsummen in bar hantiert, die offen herumliegen lässt“, müsse dafür Sorge tragen, dass auch genügend Sicherheitspersonal da sei, sagte Wendt am Montag im Nachrichtensender n-tv. Ein einziger Wachmann und ein Hotelpraktikant reichten „da wirklich nicht aus“.

„Eine neue Dimension von Dummheit“

Was die Täter angehe, „muss man sagen: Hier waren offensichtlich nicht Profis am Werk, sondern eher Dilettanten. Sowohl die Bewaffnung als auch das Vorgehen der Täter als auch die Berge von Spuren, die sie ganz offensichtlich hinterlassen haben“, deute schon darauf hin, „dass die Polizei diese Täter sehr schnell ermitteln“ werde. „Eine neue Dimension gibt es nicht, vielleicht eine neue Dimension von Dummheit, vor laufenden Kameras eine solche Tat zu begehen“, sagte Wendt.

Bislang hat die Berliner Polizei nach eigenen Angaben noch keine konkrete Spur zu den Tätern. Mindestens vier maskierte Täter waren am Samstagnachmittag in das Luxushotel Grand Hyatt am belebten Marlene-Dietrich-Platz gestürmt, wo die European Poker Tour (EPT) Berlin stattfand. Mit vorgehaltener Waffe erzwangen sie die Herausgabe von Geld und flüchteten. Allerdings gelang es Angestellten, den mit Faustfeuerwaffen und einer Machete bewaffneten Räubern einen Großteil der Beute abzujagen.

Es seien sehr viele Spuren gesichert worden, teilte die Berliner Polizei am Montag mit. Die Auswertung laufe auf Hochtouren. Auch Aufzeichnungen von Videokameras umliegender Gebäude am Potsdamer
Platz sollen gesichtet werden. Daraus könnten sich Hinweise auf den Fluchtweg ergeben. Auch die Befragung von Zeugen laufe noch. Bislang gebe es keine Hinweise auf eine spezielle Tätergruppe, sagte ein Polizeisprecher.

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