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Überfall auf Moschee Mann mit Baseballschläger erschlagen

In der nordfranzösischen Stadt Arras schlägt ein offenbar verwirrter Mann mit einem Baseballschläger auf Gläubige ein. Ein Mensch kommt dabei ums Leben.

© AFP Bluttat nach dem Freitagsgebet: „Akt unerhörter Barbarei“

Bei einem Überfall auf eine Moschee in Frankreich ist am Freitag mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Der Täter wurde wenig später überwältigt und festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Innenminister Claude Guéant verurteilte die Bluttat als „Akt unerhörter Barbarei“.

Unter Berufung auf Polizeikreise hieß es, der Mann sei am Abend in die Moschee der nordfranzösischen Stadt Arras eingedrungen. Dort habe er mit einem Baseball-Schläger auf die zum Gebet versammelten Gläubigen eingeschlagen. Das Drama habe schwere Spannungen und auch Emotionen in der muslimischen Gemeinde ausgelöst, berichtete die Regionalzeitung „La Voix du Nord“ vom Tatort. Der Zugang zur Moschee sei von einem Polizeiaufgebot abgesperrt.

Der Täter sei früher bereits wegen psychischer Störungen aufgefallen. Die Agentur AFP zitierte den regionalen muslimischen Würdenträger Abdelkader Assouedj mit den Worten: „Er ist ein junger Muslim, der häufig in die Moschee kam und der als psychisch gestört bekannt war.“

Erst am Montag war bei einem Brandanschlag auf die größte schiitische Moschee in Brüssel deren Imam ums Leben gekommen, zwei weitere Männer wurden verletzt. Als Motiv gab der muslimische Täter an, er habe den Schiiten in Syrien, die er für die Unruhen in dem Land verantwortlich machte, Angst machen wollen.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
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