http://www.faz.net/-gum-8jnf8

Todesschüsse von München : Was wir über den Angriff wissen

  • Aktualisiert am

Mehr als 2300 Polizisten waren im Einsatz. Bild: dpa

Zehn Menschen sind tot, unter ihnen auch der Täter, mehr als 20 wurden verletzt. Was wir über die tödliche Attacke von München wissen.

          Was wir wissen:

          - Gegen 17:50 Uhr rufen mehrere Zeugen bei der Polizei an und melden eine Schießerei in der Umgebung des Olympia-Einkaufszentrums.

          - Es kommt zum Großeinsatz: Mehr als 2300 Polizisten rücken aus. Darunter: Spezialeinheiten aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sowie die Sondereinheit GSG 9 der Bundespolizei und die Cobra aus Österreich.

          - Die Polizei geht zunächst von drei Tätern aus, nach denen stadtweit gefahndet wird.

          - In weiteren Stadtteilen bricht Panik aus. Am Hauptbahnhof laufen Menschen über die Gleise. Zahlreiche Notrufe laufen bei der Polizei ein, erweisen sich aber als falsch.

          - Gegen 20:30 Uhr entdeckt die Polizei rund einen Kilometer vom Einkaufszentrum entfernt eine Leiche: der mutmaßliche Täter. Da er einen Rucksack bei sich hat, untersuchen Beamte den Toten zunächst mit einem Roboter auf Sprengstoff.

          - Laut der Polizei München wurden 21 Menschen in Krankenwägen in Notaufnahmen transportiert, fünf weitere Verletzte mit Privatfahrzeugen in Krankenhäuser gebracht. Weitere leicht Verletzte suchten medizinische Hilfe.

          - Am frühen Samstagmorgen sind noch 16 Menschen in Behandlung. Drei von ihnen sind schwerverletzt.

          - Der öffentliche Nahverkehr wurde kurz nach der Tat in der gesamten Stadt gestoppt. In der Nacht zum Samstag wird der Verkehr von Bussen und Bahnen wieder freigegeben.

          Rettungskräfte in der Nähe des Tatorts

          - Zahlreiche Münchner geben über die sozialen Medien bekannt, dass Gestrandete bei ihnen unterkommen können.

          - Am frühen Morgen gibt die Polizei bekannt, dass es sich bei einem der zehn Getöteten um den Täter handelt. Er soll ein 18-jähriger Deutsch-Iraner sein.

          - Über das Motiv des Täters herrscht nun etwas mehr Klarheit: Er soll depressiv gewesen sein und sich über Amokläufe informiert haben. Einen Bezug zum IS gebe es nicht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Russische Einmischung : Trump will Gegenteil gemeint haben

          Die Kritik war laut – und sie kam nicht nur von der Opposition. Nachdem Donald Trump beim Gipfel mit Wladimir Putin eine Einmischung Russlands bei den Präsidentschaftswahlen noch ausgeschlossen hatte, will er sich nun einfach nur versprochen haben.
          Knappe Mehrheit: Premierministerin Theresa May am Montag

          Brexit : Der Sommer kommt nicht schnell genug

          Stück für Stück robbt sich die britische Regierung an den Brexit heran. Im Zuge der Ratlosigkeit wie der Brexit nun von statten gehen soll, folgt ein Kompromiss dem nächsten. Theresa May gewinnt eine Abstimmung mit nur drei Stimmen Vorsprung.

          Rundfunkbeitrag : Wie gerechtfertigt ist die Abgabe?

          Sie fordern eine Revolution: Der Autoverleiher Sixt und mehrere private Kläger sind vor das Bundesverfassungsgericht gezogen, um gegen den Rundfunkbeitrag vorzugehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.