Home
http://www.faz.net/-gus-7598u
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Täter festgenommen Geiselnahme in Berlin unblutig beendet

Die Geiselnahme in einer Berliner Bank ist unblutig zu Ende gegangen. Der Täter wurde festgenommen. Der Mann habe aufgegeben, die Geisel freigelassen und sei von sich aus aus der Bank gekommen, teilte die Polizei mit.

© dpa Vergrößern Ende ohne Schrecken: Die Geiselnahme in einer Berliner Bank ist unblutig zu Ende gegangen

Nach rund neuneinhalb Stunden ist  in der Nacht zum Samstag eine Geiselnahme in einer Filiale der  Deutschen Bank in Berlin unblutig zu Ende gegangen. Der Täter habe  sich ergeben und sei festgenommen worden, sagte ein  Polizeisprecher. Seine Geisel, ein Mitarbeiter der Bank, sei  „körperlich unversehrt“ und werde betreut.

Das Drama im südwestlichen Berliner Bezirk Zehlendorf begann am  Nachmittag um kurz vor 16.00 Uhr. Ein nach Medienberichten 20 bis  30 Jahre alter Deutscher drang in die Filiale ein und nahm einen  40 Jahre alten Angestellten der Bank als Geisel. Laut Polizei konnten  etwa 20 Menschen aus dem Obergeschoss des Gebäudes durch einen  Notausgang flüchten.

Der Geiselnehmer gab an, einen Sprengsatz bei sich zu haben. Er  forderte laut Medienberichten eine Million Euro Lösegeld sowie  einen Fluchtwagen, was die Polizei nicht bestätigte. Ein  Polizeisprecher sagte lediglich, der Mann habe einen „höheren  Geldbetrag“ und freien Abzug gefordert. Auch nach dem Ende der  Geiselnahme wollte sich die Polizei nicht näher äußern.

Die Polizei schickte rund 300 Einsatzkräfte zum Tatort. Die  normalerweise stark befahrene Straße, an der die Filiale liegt,  wurde gesperrt. Das Gebiet um die Bank wurde im Umkreis von rund  500 Metern abgeriegelt. Zwischenzeitlich sagte ein Polizeisprecher,  es gebe ständige Verhandlungen. Sowohl eine Erstürmung der Bank als  auch das Aufgeben des Geiselnehmers sei möglich.

Nach stundenlangen Verhandlungen gab der Geiselnehmer in der  Nacht gegen 01.20 Uhr auf. Nach Polizeiangaben verlief das Ende der  Geiselnahme wie zuvor abgesprochen: Zunächst habe die Geisel die  Filiale verlassen, danach der Täter. Er sei vor der Filiale  festgenommen worden und solle verhört werden. Über das weitere  Vorgehen entscheide die Staatsanwaltschaft.

Mehr zum Thema

Die Kriminaltechnik prüft laut Polizei, ob der Geiselnehmer  tatsächlich Sprengstoff bei sich gehabt habe. Hierzu lagen in der  Nacht noch keine Erkenntnisse vor. Ein Polizeisprecher sagte, der  Geiselnehmer habe sich letztlich widerstandslos festnehmen lassen  und sei unverletzt geblieben. Vor seiner Festnahme hatte er demnach  bereits angekündigt, aufgeben zu wollen.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Sydney in Trauer Abbott: Täter besessen von Extremismus

Nach dem blutigen Ende der Geiselnahme trauert ganz Sydney. Der Tatort wurde zur Gedenkstätte - zahlreiche Menschen legten dort Blumen nieder. Das genaue Motiv des Täters bleibt unklar. Australiens Premier Abbott beschrieb Man Haron Monis als besessen von Extremismus. Mehr

16.12.2014, 06:10 Uhr | Politik
Australien Geiselnahme in Sydney

Ein Mann hat mehrere Menschen in einem Café in seine Gewalt gebracht. Drei Geiseln konnten fliehen. Die Polizei hat noch keinen Kontakt zum Geiselnehmer. Mehr

15.12.2014, 08:11 Uhr | Politik
Fünf Geiseln gelingt Flucht Geiselnehmer fordert IS-Flagge

In Sydney hat ein Unbekannter mehrere Geiseln genommen. Er stürmte ein Café im Zentrum. Fernsehbilder zeigen einen Mann mit schwarzem Stirnband. Er fordert ein Gespräch mit Premierminister Abbott und eine IS-Flagge. Ganz Sydney ist in Alarm versetzt, die Straßen um das Café sind abgesperrt. Mehr Von Till Fähnders

15.12.2014, 09:22 Uhr | Politik
Sydney Geiselnehmer in Sydney offenbar tot

Laut Medienberichten gab es drei Tote bei der Erstürmung des Cafés, in dem ein Islamist mehrere Geiseln genommen hatte. Mehr

15.12.2014, 19:52 Uhr | Aktuell
Zwei tote Geiseln Die Opfer von Sydney

Zwei Geiseln und der Geiselnehmer sind bei dem Drama in Sydney ums Leben gekommen. Australiens Premier zeigte sich betroffen und warnte, dass auch ein freies Land wie Australien jederzeit Ziel politisch motivierter Gewalt werden könne. Mehr

16.12.2014, 04:34 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.12.2012, 08:33 Uhr

Carlo Perdersoli Bud ist ein Familienmensch

Bud Spencer spricht über die Liebe, Schauspieler Christoph Waltz plaudert über gruselige österreichische Traditionen und Paul McCartney versagt bei Musikspielen - der Smalltalk. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden