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Stuttgarter Amoklauf Tatmotiv: Enttäuschte Liebe

04.04.2005 ·  Für den Amoklauf in einer Stuttgarter Kirche gibt es kein politisches Motiv. Der Mann, der mit einem Samuraischwert wahllos um sich geschlagen hatte, handelte aus enttäuschter Liebe.

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Nicht erwiderte Liebe und eine psychische Krankheit könnten das Motiv für die Bluttat des Stuttgarter Amokläufers gewesen sein. Das hat die Polizei am Montag bekanntgegeben. Der 25 Jahre alte Täter aus Sri Lanka hatte am Sonntag mit einem Samuraischwert eine 43 Jahre alte Frau getötet und drei Menschen schwer verletzt, darunter den Ehemann der Getöteten.

Der Mann ist seit 1998 in Deutschland und als Asylbewerber in dem Stuttgarter Nachbarkreis Esslingen gemeldet. Nach Angaben der Polizei hatte er schon vor Ostern Menschen in der Kirche bedroht. Die Ermittler schließen eine politisch motivierte Straftat aus. Das bei der Tat verwendete Schwert hatte er Anfang März in der baden-württembergischen Hauptstadt gekauft.

Bereits zweimal aufgefallen

Der Mann war der Polizei 2002 wegen gefährlicher Körperverletzung und 2003 wegen Beleidigung und Bedrohung aufgefallen. Im Januar hatte ihn die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angeklagt.

Zum Zeitpunkt des Amoklaufs hatten sich die tamilischen Kirchgänger über die Tsunami-Katastrophe in Sri Lanka informiert. Wie die methodistische Kirche in Deutschland mitteilte, waren die Besucher „gerade dabei, sich durch einen Augenzeugen über das Ausmaß der Katastrophe und erste Früchte ihrer Unterstützung informieren zu lassen“, als der Asylbewerber die Kirche stürmte. Besondere Tragik liege darin, daß einige der Gemeindemitglieder durch den Tsunami in Sri Lanka viele Angehörige verloren hätten, hieß es in einer Mitteilung der Kirche.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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