http://www.faz.net/-gum-95x9c

Mutter ließ Kind vergewaltigen : Stiefvater in Freiburger Missbrauchsfall vorbestraft

Ein Kind mit einem Teddybären, aufgenommen im September 2013 in Berlin. Eine Mutter soll ihr Kind anderen Männern gegen Geld für Vergewaltigungen zur Verfügung gestellt haben. Bild: dpa

Eine Mutter soll ihr Kind Männern für Vergewaltigungen überlassen haben. Der beteiligte Lebenspartner hatte eine mehrjährige Haftstrafe wegen Kindesmissbrauchs verbüßt.

          Der Stiefvater des neun Jahr alten Jungen aus der Region Freiburg, der von seiner Mutter im Internet zur Vergewaltigung an Pädophile angeboten worden sein soll, hat bis 2014 eine mehrjährige Haftstrafe ebenfalls wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern verbüßt.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Das bestätige ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg am Freitag. Der Missbrauch des Kindes soll in den Jahren 2015 bis 2017 stattgefunden haben. Das heißt, dass der 37 Jahre alte Mann ein Jahr nach Verlassen des Strafvollzugs eine schwere Wiederholungsstraftat begangen hat.

          Die 47 Jahre alte Mutter ist hingegen nicht vorbestraft. Beide Haupttäter sind in Deutschland geboren, sie waren offenbar viele Jahre arbeitslos. Anfang September 2017 erhielten die Ermittler der Frankfurter Sonderstaatsanwaltschaft zur Verfolgung von Cyberkriminalität erste Hinweise auf den Freiburger Fall.

          Offenbar hatten die Eltern ihren Sohn auch im Darknet angeboten. Die Polizei konnte die ersten Verdächtigen schon wenige Tage nach den ersten Hinweisen in der Region Freiburg festnehmen. Die Eltern sollen hohe Summe verlangt haben.

          Der sexuelle Missbrauch, so ein Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft, sei von den Eltern „überwacht“ worden, das Kind sei zudem „gefügig“ gemacht worden. „Die Mutter leistete eigene Tatbeiträge“, sagte der Staatsanwalt.

          „Wir wissen noch nicht, wie viele Fälle es insgesamt sind, es sind sicher mehr als ein Dutzend Fälle.“ Insgesamt sitzen derzeit acht Tatverdächtig in Untersuchungshaft.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          TV-Moderatorin Maybrit Illner

          TV-Kritik: Maybrit Illner : Rette sich, wer kann!

          Die Groko-Debatte bei Maybrit Illner offenbart eine dramatische Lage: Die SPD-Führung wirkt kopflos. Den Jusos sind die Folgen ihres Neins egal. Ratschläge der Union tragen nicht dazu bei, die Lage zu stabilisieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.