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Steuerverfahren eingestellt : „Porno-König“ kauft sich mit fünf Millionen Euro frei

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Steuerhinterziehung mit Pornografie: Der ehemalige Youporn-Betreiber Fabian Thylmann soll 26,25 Millionen Euro vorm Staat versteckt haben. Bild: dpa

Fabian Thylmann soll mit Pornoseiten Millionen Euro verdient und am Finanzamt vorbeigeschleust haben. Ein Verfahren wurde nun gegen eine teure Zahlung eingestellt. Dennoch droht ihm eine Bewährungsstrafe.

          Ein großes Steuerverfahren gegen den Porno-Unternehmer Fabian Thylmann ist gegen eine Geldauflage von fünf Millionen Euro eingestellt worden. Das Landgericht Aachen sei damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft Köln nachgekommen, „nachdem sämtliche Steuerforderungen zuvor bereits ausgeglichen wurden“, teilten zwei Anwälte des 38-Jährigen der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend mit. Die Behörde hatte Thylmann, der über sein Unternehmen Manwin früher Seiten wie Youporn, Pornhub oder My Dirty Hobby betrieb, vorgeworfen, Unternehmenssteuern in Höhe von 26,25 Millionen Euro hinterzogen zu haben.

          Dem Fachportal juve.de zufolge wird vor dem Aachener Landgericht Mitte Dezember ein weiteres Verfahren wegen angeblich hinterzogener Einkommensteuer in Höhe von 650.000 Euro gegen den Unternehmer verhandelt. Das wurde der dpa in Justizkreisen bestätigt. Wie juve.de berichtete, droht Thylmann in diesem Fall höchstens eine Bewährungsstrafe.

          Der Unternehmer galt als einer der erfolgreichsten Anbieter von Pornografie im Internet. Der „Porno-König“ war Ende 2012 in Belgien festgenommen und an Deutschland ausgeliefert worden. Er kam bald darauf gegen eine Kaution von mindestens zehn Millionen Euro aus der Untersuchungshaft frei. Im Oktober 2013 verkaufte Thylmann da Unternehmen Manwin an Manager aus dem eigenen Haus, die die Firma kurz darauf in Mindgeek umbenannten.

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