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Staatsanwaltschaft Koblenz Deutsche gestehen Entführung eines tschechischen Babys

 ·  Ein deutsches Paar hat gestanden, in Tschechien ein Baby entführt zu haben. Das vier Wochen alte Mädchen war vor den Augen seiner Mutter aus dem Kinderwagen gerissen und verschleppt worden. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt.

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Das wegen der Entführung eines tschechischen Babys festgenommene deutsche Paar hat die Tat gestanden. Die 47 Jahre alte Rheinland-Pfälzerin und ihr 50 Jahre alter Lebensgefährte sitzen weiter in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag weiter mitteilte. „Weitere Auskünfte insbesondere zu den Hintergründen der Tat können zur Zeit nicht erteilt werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden“, teilte die Justizbehörde mit. Das vier Wochen alte Mädchen wurde am Wochenende den Eltern übergeben.

Dem Mann aus Thüringen wird vorgeworfen, das Kind am 4. Juli in Usti nad Labem (Aussieg) vor den Augen der Mutter aus dem Kinderwagen gerissen und verschleppt zu haben. Er und seine Freundin flüchteten dann offenbar mit dem Säugling im Auto nach Deutschland.

Sechs Tage später spürten deutsche Fahnder das Baby in Rheinland-Pfalz auf. Es wurde vorübergehend in die Obhut des Jugendamtes gegeben. Nachdem mit einem DNA-Test die Identität eindeutig geklärt worden war, konnten die Eltern ihr Kind abholen.

Die Polizei hatte in Neuwied vier Verdächtige festgenommen. Zwei Frauen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, und gegen das Paar wurde Haftbefehl wegen Verdachts der Kindesentziehung erlassen. Ihm droht eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.

Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft Dresden nach einem Rechtshilfegesuch aus Tschechien die Ermittlungen geleitet, jetzt liegt der Fall bei der Behörden in Koblenz.

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