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Chinesische Studentin getötet : Staatsanwaltschaft ficht Urteil in Dessauer Mordprozess an

  • Aktualisiert am

Zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt: der Angeklagte in Dessau-Roßlau in einem Saal des Landgerichts Bild: dpa

Obwohl das Landgericht Dessau im Mordprozess um den grausamen Tod einer chinesischen Studentin eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt hat, ist die Staatsanwaltschaft nicht zufrieden. Sie hat Revision eingelegt.

          Die Staatsanwaltschaft ficht das Urteil im Dessauer Mordprozess um den grausamen Tod einer chinesischen Studentin an. Es sei Revision eingelegt worden, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg, Klaus Tewes, am Dienstag.

          Ein 21-Jähriger war am vergangenen Freitag vom Landgericht Dessau wegen Vergewaltigung und Mordes an der Studentin zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht erkannte zudem auf eine besondere Schwere der Schuld. Die Richter folgten mit dem Urteil zwar weitgehend der Staatsanwaltschaft. Diese war allerdings von einem gemeinschaftlich begangenen Mord ausgegangen und hatte auch zwei weitere Vergewaltigungen eines anderen Opfers angeklagt.

          Die mitangeklagte Ex-Partnerin des Mannes erhielt eine Jugendstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten wegen sexueller Nötigung. Die Staatsanwaltschaft hatte für sie eine achtjährige Jugendstrafe wegen Vergewaltigung und gemeinschaftlich begangenen Mordes beantragt.

          Die chinesische Studentin war am 11. Mai 2016 während einer Joggingrunde in Dessau abgefangen worden. In einer leerstehenden Wohnung wurde sie vergewaltigt und zu Tode gequält.

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