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„Anleger manipuliert“ : Gefängnisstrafe für „König von Deutschland“ gefordert

  • Aktualisiert am

Der selbst ernannte „König von Deutschland“: Peter Fitzek Bild: dpa

Der vom Verfassungsschutz den sogenannten Reichsbürgern zugerechnete Peter Fitzek soll unerlaubt Bankgeschäfte im Umfang von 2,3 Millionen Euro betrieben haben. Dafür soll er vier Jahre ins Gefängnis, fordert die Staatsanwaltschaft.

          Im Prozess gegen den selbst ernannten „König von Deutschland“ wegen Untreue in Millionenhöhe hat die Verteidigung Freispruch für den Angeklagten gefordert. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor am Dienstag auf vier Jahre Haft plädiert.

          Aus Sicht der Verteidigung hat Peter Fitzek aus Wittenberg keine unerlaubten Bankgeschäfte betrieben und sich nicht bereichert. Das gesamte Geld von Anlegern sei in das Gemeinwohl geflossen, sagte Rechtsanwalt Axel Kaufmann. Der Angeklagte habe auch nichts mit den Reichsbürgern zu tun. Er habe seine eigenen Ideen umsetzen wollen.

          Auf dem gut neun Hektar großen Gelände eines ehemaligen Krankenhauses  in Lutherstadt Wittenberg hatte der selbst ernannte „König von Deutschland“, Peter Fitzek, vor einigen Jahren sein Königreich ausgerufen.
          Auf dem gut neun Hektar großen Gelände eines ehemaligen Krankenhauses in Lutherstadt Wittenberg hatte der selbst ernannte „König von Deutschland“, Peter Fitzek, vor einigen Jahren sein Königreich ausgerufen. : Bild: dpa

          Die Staatsanwaltschaft zeigte sich überzeugt, dass Fitzek (51) unerlaubt Bankgeschäfte im Umfang von 2,3 Millionen Euro betrieben habe. Davon habe er 1,3 Millionen Euro aus egoistischen Motiven für sich verwendet, rund 500 Anleger mit Hirngespinsten von seinem „Königreich“ manipuliert, sagte Oberstaatsanwaltin Heike Geyer. Der Verbleib des Geldes sei nicht nachweisbar.

          Fitzek muss sich wegen schwerer Untreue und des unerlaubten Betreibens von Bankgeschäften verantworten. Er bestreitet das. Der Verfassungsschutz rechnet den gelernten Koch den sogenannten Reichsbürgern zu. Die Bewegung erkennt die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Laut psychiatrischem Gutachten ist Fitzek voll schuldfähig. Das Urteil wird am Mittwoch erwartet.

          Fitzek hatte im Herbst 2012 auf dem Gelände eines früheren Krankenhauses in Wittenberg sein „Königreich Deutschland“ ausgerufen und sich zum Oberhaupt ernannt. Er ist bereits mehrfach mit der Justiz in Konflikt geraten und verurteilt worden. Unter anderem geht es dabei um seine Fahrerlaubnis.

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