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Skandal bei der BBC : Britischer Komiker vorübergehend festgenommen

Fernseh-Komiker Freddie Star mit seiner Verlobten Sophie Lee; hier auf einem Foto vom Dezember 2011. Bild: dapd

Die Affäre um sexuellen Missbrauch von Kindern bei der BBC zieht weitere Kreise. Der britische Komiker Freddie Starr wurde von der Polizei vernommen und gegen eine Kaution wieder auf freien Fuß gelassen.

          Der britische Fernseh-Komiker Freddie Starr, der am Donnerstag im Zuge von Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs festgenommen worden war, ist nach sieben Stunden im Londoner Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuß gelassen worden. Er habe eine Kaution hinterlegt, meldeten britische Medien am Freitag. Es war die zweite Festnahme eines Prominenten im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den im vergangenen Jahr verstorbenen BBC-Moderator Jimmy Savile. Der Popstar Gary Glitter war am Sonntag ebenfalls gegen Kaution entlassen worden und soll Mitte Dezember abermals verhört werden.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Nachdem Anfang Oktober bekanntgeworden war, dass Savile sich im Laufe seiner Jahrzehnte dauernden Karriere an zahlreichen Minderjährigen vergangen hatte, war Starr in die Offensive gegangen und hatte die Polizei öffentlich aufgefordert, ihn rasch zu befragen, damit Verdachtsmomente ausgeräumt werden können. Der 69 Jahre alte Starr nannte Saviles Taten „verabscheuungswürdig“ und „ekelhaft“. Es ist unklar, wann Starr das nächste Mal bei der Polizei erscheinen muss.

          Unterdessen hat die Bank, die Saviles mehrere Millionen Pfund schweren Nachlass verwaltet, die Auszahlung der Gelder gestoppt. Die Bank begründete das mit den zahlreichen Opfer-Klagen, die inzwischen eingereicht wurden. Savile hatte einem Zeitungsbericht zufolge in seinem Testament mehr als 20 Personen bedacht, darunter Freunde, Nachbarn und Familienangehörige. Sein Neffe, Guy Marsden, sagte am Freitag, er wolle „keinen Penny“ von diesem Geld. Er schäme sich für seinen Onkel und hoffe, dass das Geld den Opfern ein bisschen helfen könne.

          Quelle: F.A.Z.

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