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Schweiz Polanskis Chalet wird für Hausarrest vorbereitet

29.11.2009 ·  Vermutlich am Montag kommt Roman Polanski frei. Sicherheitsexperten bereiten unterdessen sein Chalet für den Hausarrest vor. Der Regisseur muss eine elektronische Fußfessel tragen und für die Überwachungskosten aufkommen.

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Schweizer Sicherheitsexperten haben am Wochenende das Chalet von Regisseur Roman Polanski für dessen Hausarrest vorbereitet. Damit wurde eine Sicherheitsfirma beauftragt, die unter anderem auf Systeme zur Videoüberwachung spezialisiert ist. Nach Behördenangaben kommt Polanski vermutlich am Montag aus dem Bezirksgefängnis in Winterthur frei. Er kann während des Hausarrests seinen Tagesablauf völlig frei gestalten und Besuche empfangen, wie das Justizministerium am Sonntag erklärte.

Ein Gericht hatte am Mittwoch entschieden, dass der Regisseur nach Hinterlegung einer Kaution von 4,5 Millionen Franken (drei Millionen Euro) seinen Hausarrest in dem Chalet verbringen kann. Er soll bis zur Entscheidung über ein Auslieferungsgesuch der Vereingten Staaten eine elektronische Fessel tragen.
Das Schweizer Justizministerium bestätigte am Sonntag Zeitungsberichte, wonach Polanski außer der Verpflichtung, sein Haus nicht zu verlassen, frei sei. Der Regisseur unterstehe keinem Haftregime, und er könne seinen Tagesablauf völlig frei gestalten. Insbesondere könne er ohne Einschränkungen Personen empfangen oder bei sich wohnen lassen, sagte Ministeriumssprecher Folco Galli. Er könne er auf seinem Grundstück Regieanweisungen erteilen oder andere Arbeiten erledigen. Die Außenkontakte via Telefon oder E-Mail würden ebenfalls nicht eingeschränkt, die Gespräche nicht überwacht.

Für die Überwachungskosten muss Polanski aufkommen

Sollte Polanski sein Grundstück verlassen oder die Fußfessel entfernen, wird ein Alarm ausgelöst. Ein GPS kommt laut Galli nicht zum Einsatz. Electronic Monitoring könne keine Flucht verhindern, ermögliche aber eine rasche Alarmierung, sagte der Sprecher. Für die Überwachungskosten muss Polanski selbst aufkommen. Der polnisch-französische Regisseur bezahlt einmalige Kosten von rund 2.000 Franken (1.325 Euro) plus 200 Franken pro Monat. Polizei wird vor dem Grundstück nicht präsent sein.

Die amerikanische Justiz will Polanski wegen des über drei Jahrzehnte zurückliegenden sexuellen Missbrauchs einer Dreizehnjährigen in Los Angeles belangen. Der Regisseur hatte sich damals vor dem Urteil nach Europa abgesetzt. Er wurde am 26. September aufgrund eines amerikanischen Haftbefehls am Flughafen Zürich festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt. Polanski wollte damals in die Schweiz einreisen, um eine Ehrung beim Zürcher Filmfestival entgegenzunehmen.

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