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Schlag gegen die Mafia in Italien ’Ndrangheta-Clanchef festgenommen

 ·  Zwei Jahre lang war er flüchtig, jetzt haben Fahnder Rocco Trimboli, einen Mafia-Boss der kalabrischen ’Ndrangheta, verhaftet. 44 weitere Verdächtige wurden festgenommen.

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© dpa Die Polizei habe Trimboli schlafend im Haus eines älteren Ehepaars aufgespürt, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Die italienische Polizei hat einen der meistgesuchten Mafiosi des Landes sowie Dutzende weitere Verdächtige festgenommen. Der 45 Jahre alte Rocco Trimboli sei am Dienstag in der Kleinstadt Casignana in der Region Kalabrien verhaftet worden, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Dieser gehört der kalabrischen Mafia-Organisation ’Ndrangheta an. Bei Razzien in der Nähe von Neapel wurden 44 weitere Verdächtige festgenommen, die dem Verbrechersyndikat Camorra nahestehen sollen. Auch Vermögen in Millionenhöhe haben die Fahnder beschlagnahmt.

Die Polizei habe Trimboli schlafend im Haus eines älteren Ehepaars aufgespürt, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“. Demnach war er unbewaffnet und hat sich nicht gegen seine Verhaftung gewehrt. Gegen das Ehepaar wird ermittelt. Trimboli war fast zwei Jahre lang flüchtig und soll sich in den vergangenen Monaten oft in unterirdischen Verstecken verborgen haben. Im Jahr 2010 war Trimboli in Abwesenheit zu elf Monaten Haft wegen Drogenschmuggels aus Lateinamerika verurteilt worden.

Bereits 2003 hatte er eine Gefängnisstrafe verbüßt, nachdem er in der nordwestlichen Provinz Piemont bei einem Schlag der Polizei gegen die Mafia festgenommen worden war. Trimboli soll in den frühen 90er Jahren nach der Ermordung seines Bruders und seines Schwagers einen ’Ndrangheta-Clan übernommen und dessen Aktivitäten aus dem Süden in den wirtschaftsstarken Nordwesten Italiens ausgedehnt haben.

Unter den weiteren 44 Festgenommenen sind den Angaben zufolge viele Ehefrauen oder Partnerinnen von bereits inhaftierten Camorra-Bossen des Belforte-Clans in Caserta. Die Frauen sollen deren Geschäfte wie Drogenschmuggel und Schutzgelderpressung weitergeführt haben. Die Ermittler beschlagnahmten zudem Vermögen in Höhe von rund zehn Millionen Euro, die dem Belforte-Clan zugeschrieben werden. Das Geld lag auf Hunderten Bankkonten, über die der Clan seine Geschäfte abwickelte.

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