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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Schießerei in Siegen Tatverdächtiger ergibt sich

 ·  Ein schwer bewaffneter Mann hat sich in Siegen mehrere Stunden lang in seiner Wohnung verschanzt und die Polizei in Atem gehalten. Am Abend gab er auf, die Hintergründe sind noch unklar.

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© dapd Verschanzt: Einsatzkräfte hatten das Haus des Täters umstellt.

Glimpfliches Ende nach zermürbendem Warten: Rund sieben Stunden lang hat sich ein schwer bewaffneter 28 Jahre alter Mann am Mittwoch in seiner Wohnung im nordrhein-westfälischen Siegen verschanzt. Vom Balkon aus schießt er mehrmals mit einem Gewehr. Am Abend gibt er auf. In seiner Wohnung findet die Polizei wenig später „eine Vielzahl scharfer Waffen“.

Stundenlang herrschte am Nachmittag in der Wohnstraße am Rande der Siegener Innenstadt Ausnahmezustand. Die Straße war weiträumig abgesperrt. Vermummte und von kugelsicheren Westen geschützte Beamte hatten das Mehrfamilienhaus, in das der Mann am späten Vormittag geflohen war, im Blick. Er sollte am Morgen an seiner Arbeitsstelle wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz festgenommen werden. Doch er zog eine Pistole, bedrohte die beiden Polizisten, schoss in Richtung der Beamten und verschwand mit deren Dienstwaffen.

Vom Balkon seiner Wohnung in einem Sechsfamilienhaus gab der Mann dann mit einem Gewehr weitere Schüsse ab. „Ich habe vier Schüsse gehört und zunächst an einen Scherz gedacht“, sagte Daniel Aktas, der in einem Bürohochhaus in der Nähe arbeitet. Minuten später habe die Polizei die Straße abgesperrt. Die mit Mehrfamilienhäusern bebaute ruhige Wohnstraße in der Nähe der Siegerlandhalle lag danach in geisterhafter Stille.

Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen und nicht ans Fenster zu gehen. „Der soll endlich aufgeben, gefasst wird er ja doch“, sagte eine Frau telefonisch der Nachrichtenagentur  dpa, die schräg gegenüber vom Haus des 28 Jahre alten Schützen wohnt. „Das ist ein netter junger Mann“, meinte sie und wunderte sich, dass ihr Nachbar für solche Aufregung sorgte.

Viele Anwohner wurden von der Polizei auf dem Heimweg von der Arbeit abgefangen. Sie wurden in einem nahegelegenen Kulturzentrum betreut, bis die Situation geklärt war.

Seit dem Vormittag hatte die Polizei starke Einsatzkräfte zusammengezogen. Mit einem Sattelschlepper wurde technische Ausstattung in das Wohngebiet gebracht - möglicherweise, um eine Stürmung der Wohnung vorzubereiten. Zwischenzeitlich trugen Beamte Aluminium-Leitern durch eine Nebenstraße. Doch zum Äußersten kam es nicht. Am frühen Abend um 18.19 Uhr gab der Mann auf. Bei seiner Festnahme wurde er leicht verletzt.

In seiner Wohnung wurden anschließend viele scharfe Waffen gefunden. Über die Hintergründe des Falls will die Polizei am Donnerstag informieren.

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