http://www.faz.net/-gum-74beg

Schießerei in Hilden : Schwerverletzte aus Koma erwacht

  • Aktualisiert am

Tatort Hilden: Die Polizei steht mit ihren Ermittlungen noch ganz am Anfang Bild: dapd

Auch am dritten Tag nach der Bluttat von Hilden ist das Motiv des Täters unklar. Er hatte in Tötungsabsicht auf seine Kollegen geschossen und vier von ihnen verletzt. Die beiden lebensgefährlich Verletzten sind inzwischen aus dem Koma erwacht.

          Drei Tage nach dem Blutbad in einer Fabrik in Hilden bei Düsseldorf sind die beiden durch Schüsse lebensgefährlich verletzten Mitarbeiter aus dem Koma erwacht. Ihr Gesundheitszustand sei weiterhin ernst, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Der Betrieb in der Fabrik laufe inzwischen wieder in vollem Umfang.

          Unklar ist nach wie vor das Motiv des 38 Jahre alten Arbeiters, der am Freitagabend auf seine Kollegen geschossen hatte. Es gebe immer noch keine Hinweise auf einen Grund für das Verbrechen, sagte ein Polizeisprecher. Der Fabrikarbeiter hatte vier Kollegen verletzt, zwei davon leicht durch umherfliegende Glassplitter. Dann erschoss er sich selbst.

          Der 38 Jahre alte Mann war nach einer Woche Urlaub mit zwei Pistolen zur Nachtschicht erschienen und hatte gezielt das Feuer auf seinen Vorgesetzten und die Kollegen seiner Abteilung eröffnet. Sein 54 Jahre alter Vorgesetzter und ein 42 Jahre alter Kollege erlitten lebensgefährliche Verletzungen und mussten notoperiert werden.

          Er habe in der Absicht geschossen, seine Kollegen zu töten, sagte Staatsanwalt Matthias Ridder am Montag. Insgesamt feuerte er neun Schüsse ab. Die Waffen besaß er illegal - einen „Waffenschein“ hatte er nicht. Hinweise auf private, gesundheitliche oder berufliche Probleme des Arbeiters fanden sich nicht.

          Die Bluttat ereignete sich zum Schichtwechsel in einem zum amerikanischen Unternehmen 3M gehörenden Werk. 3M hat am Standort in Hilden 900 Mitarbeiter und produziert dort Hygieneprodukte und Spezialfolien. Hilden ist das größte Werk von 3M in Deutschland, seinen Hauptstandort hat das Unternehmen in Neuss. Bundesweit beschäftigt die Firma etwa 5500 Menschen.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Alarmstufe Rot in Irland Video-Seite öffnen

          Ex-Hurrikan „Ophelia“ : Alarmstufe Rot in Irland

          Eine Frau stirbt, als der Sturm „Ophelia“ über Irland und Teile Großbritanniens fegt. Tausende sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Videos zeigen die zerstörerische Kraft des Sturms.

          Per Bulldozer ins Massengrab Video-Seite öffnen

          Tote IS-Kämpfer : Per Bulldozer ins Massengrab

          Das sogenannte Kalifat der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien bröckelt immer weiter. Das Schicksal der getöteten Kämpfer sorgt bei den Menschen vor Ort nicht für Mitleid: Im irakischen Dhuluijah sind die Verstorbenen mit Bulldozern in Massengräbern am Stadtrand verscharrt worden, nachdem die Leichen offen herumgelegen hatten.

          Topmeldungen

          Jamaika-Koalition : Der Grünstreifen am Horizont

          Vor vier Jahren haben die Grünen ihre Chance auf eine Beteiligung an der Regierung vertan. Diesmal wollen sie ernsthaft verhandeln. Das geht nur, wenn die Parteilinken mitmachen. Doch, sind die dazu bereit?
          Die britische Regierungschefin Theresa May und der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei ihrem Treffen in Brüssel.

          Treffen von May und Juncker : Jetzt aber flott!

          Das Stocken der Brexit-Verhandlungen sorgte zuletzt für viel Kritik. Nun machen Jean-Claude Juncker und Theresa May Dampf. Bis Dezember soll ein Plan für die Scheidung stehen.
          Jordi Ciuxart, Vorsitzender des katalanischen Kulturvereins Omnium Cultural, und ANC-Chef Jordi Sànchez vor dem Gerichtstermin in Madrid.

          Krise in Katalonien : Führende katalanische Separatisten inhaftiert

          Die spanische Staatsanwaltschaft hat zwei katalanische Separatistenführer festnehmen lassen. Auch gegen Polizeichef Josep Lluís Trapero wurde Untersuchungshaft beantragt, er kam gegen Kaution jedoch vorerst frei.
          „Es war eine Landtagswahl“: Merkel am Montag in Berlin

          Nach der Niedersachsen-Wahl : Runter vom Baum und Schwamm drüber

          Die Parteien, die eine schwarz-gelb-grüne Bundesregierung bilden wollen, haben bei der Niedersachsen-Wahl alle verloren. Angeblich schadet das nichts. Denn nach der Wahl ist vor der Sondierung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.