Home
http://www.faz.net/-gus-74beg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schießerei in Hilden Schwerverletzte aus Koma erwacht

 ·  Auch am dritten Tag nach der Bluttat von Hilden ist das Motiv des Täters unklar. Er hatte in Tötungsabsicht auf seine Kollegen geschossen und vier von ihnen verletzt. Die beiden lebensgefährlich Verletzten sind inzwischen aus dem Koma erwacht.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Drei Tage nach dem Blutbad in einer Fabrik in Hilden bei Düsseldorf sind die beiden durch Schüsse lebensgefährlich verletzten Mitarbeiter aus dem Koma erwacht. Ihr Gesundheitszustand sei weiterhin ernst, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Der Betrieb in der Fabrik laufe inzwischen wieder in vollem Umfang.

Unklar ist nach wie vor das Motiv des 38 Jahre alten Arbeiters, der am Freitagabend auf seine Kollegen geschossen hatte. Es gebe immer noch keine Hinweise auf einen Grund für das Verbrechen, sagte ein Polizeisprecher. Der Fabrikarbeiter hatte vier Kollegen verletzt, zwei davon leicht durch umherfliegende Glassplitter. Dann erschoss er sich selbst.

Der 38 Jahre alte Mann war nach einer Woche Urlaub mit zwei Pistolen zur Nachtschicht erschienen und hatte gezielt das Feuer auf seinen Vorgesetzten und die Kollegen seiner Abteilung eröffnet. Sein 54 Jahre alter Vorgesetzter und ein 42 Jahre alter Kollege erlitten lebensgefährliche Verletzungen und mussten notoperiert werden.

Er habe in der Absicht geschossen, seine Kollegen zu töten, sagte Staatsanwalt Matthias Ridder am Montag. Insgesamt feuerte er neun Schüsse ab. Die Waffen besaß er illegal - einen „Waffenschein“ hatte er nicht. Hinweise auf private, gesundheitliche oder berufliche Probleme des Arbeiters fanden sich nicht.

Die Bluttat ereignete sich zum Schichtwechsel in einem zum amerikanischen Unternehmen 3M gehörenden Werk. 3M hat am Standort in Hilden 900 Mitarbeiter und produziert dort Hygieneprodukte und Spezialfolien. Hilden ist das größte Werk von 3M in Deutschland, seinen Hauptstandort hat das Unternehmen in Neuss. Bundesweit beschäftigt die Firma etwa 5500 Menschen.

  Weitersagen Kommentieren (2) Merken Drucken
Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)
Weitere Empfehlungen
Vietnam Chinesischer Flüchtling erschießt sieben Menschen

Ein chinesischer Flüchtling hat in Vietnam sechs Menschen erschossen und sich dann selbst getötet. Der Mann überquerte illegal die Grenze nach Vietnam und sollte wieder abgeschoben werden. Mehr

18.04.2014, 19:55 Uhr | Politik
Angriff auf Haltestellen in Kassel Täter schossen mit Glasmurmeln

Vermutlich waren es 15 Millimeter große Glasmurmeln, abgefeuert mit einer Zwille aus dem Auto heraus, mit denen Unbekannte am Wochenende in Kassel Haltestellen beschädigten. Mehr

15.04.2014, 19:25 Uhr | Rhein-Main
Stress im Büro Wenn Manager wie Würstchen leiden

Nervös, verbraucht, gereizt - wenn sich Manager wie im Sandwich fühlen, geht es mit der Leistung bergab. Druck gibt es von zwei Seiten, wie eine Umfrage herausfand. Mehr

17.04.2014, 04:00 Uhr | Beruf-Chance

12.11.2012, 21:18 Uhr

Weitersagen
 

Rockstar John Bon Jovi eröffnet Obdachlosenheim

Der Musiker John Bon Jovi hat in Philadelphia ein Haus für obdachlose Jugendliche eröffnet. Was ihn antreibt und weiteren Smalltalk lesen Sie hier. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden