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Sachsen Folterskandal in Jugendgefängnis

05.07.2009 ·  In der Jugendhaftanstalt Regis-Breitingen bei Leipzig soll ein 18 Jahre alter Häftling von Mitgefangenen gefoltert und beinahe getötet worden sein. Gegen die beiden mutmaßlichen Täter wurde nun Anklage wegen versuchten Mordes erhoben.

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Das sächsische Justizministerium hat am Sonntag einen Bericht der Zeitschrift „Focus“ bestätigt, nach dem in der Jugendhaftanstalt Regis-Breitingen bei Leipzig schon vor etwa einem Jahr ein damals 18 Jahre alter Häftling von zwei Mitgefangenen gefoltert und fast getötet worden sein soll. Gegen die beiden mutmaßlichen Täter, die damals 15 und 24 Jahre alt gewesen sein sollen, liegt eine Anklage der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen versuchten Mordes vor.

Nach dem Bericht übergossen die beiden Mitgefangenen den Achtzehnjährigen unter anderem mit heißem Wasser und schlugen ihn mit einem Besenstiel. Zudem drohten sie ihm an, andere Gefangene würden ihn auf grausame Weise töten. Aus Angst habe er versucht, sich selbst zu erhängen. Weil er das jedoch überlebt habe, hätten die Angeklagten versucht, ihn mit einem Gürtel zu erdrosseln. Das Opfer habe sich jedoch befreien und die Wache alarmieren können.

Der Vorfall erinnert an die Vorgänge in der Jugendhaftanstalt Siegburg, wo drei Häftlinge einen vierten tatsächlich aufgehängt hatten. Siegburg gilt als veraltete und überbelegte Anstalt, Regis-Breitingen als die wohl modernste Jugendhaftanstalt Deutschlands. Eine Stellungnahme des Justizministers wird für diesen Montag erwartet.

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