Kunsträuber haben aus einem Museum im niederländischen Rotterdam sieben Werke berühmter Maler entwendet, unter ihnen Pablo Picassos „Tableau d’Arlequin“, „La Liseuse en Blanc et Jaune“ von Henri Matisse, Paul Gauguins „Femme devant une fenêtre ouverte, dite la Fiancée“ und Claude Monets „Charing Cross Bridge, London“. Die aus einer Privatsammlung des im vergangenen Jahr gestorbenen Rotterdamer Geschäftsmanns Willem Cordia stammenden Gemälde, die alle jeweils mehr als eine Million Euro wert sein sollen, waren für die am 7. Oktober eröffnete Sonderausstellung „Avant-gardes“ aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens des Museums „Kunsthal“ in der Hafenstadt ausgeliehen worden.
Die Täter waren offenbar durch einen Hintereingang in das Gebäude gelangt. Obwohl Alarm ausgelöst worden sein soll, konnten sie unerkannt mit einem Fahrzeug entkommen. Befürchtet wird, dass mit dem Diebesgut Lösegeld erpresst werden soll oder ein Verkauf an private Sammler geplant ist. Wim van Krimpen, ehemaliger Direktor des Museums, wies im niederländischen Hörfunksender Radio 1 jedoch am Dienstag darauf hin, dass ein Verkauf der Bilder kaum möglich sei, da sie ausgesprochen bekannt und gut dokumentiert seien.