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Rheinland-Pfalz Polizisten nach Gewaltvorwürfen vorläufig vom Dienst enthoben

Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen vier Polizisten aus Westerburg. Grundlage des Verfahrens ist ein Video, das zwei Uniformierte zeigt, die einen am Boden liegenden Mann schlagen und treten. Zwei weitere Beamte stehen untätig daneben.

© dpa Vergrößern Die Dienststelle der beschuldigten Polizisten in Westerburg

Zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz stehen im Verdacht, einen festgenommenen wehrlosen Mann verprügelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt deshalb gegen die beiden Beamten wegen Körperverletzung im Amt. Zwei weiteren wird Strafvereitelung im Amt vorgeworfen.

Thomas Holl Folgen:      

Grundlage des Verdachts ist ein von der „Rhein-Zeitung“ im Internet veröffentlichtes Video. Die Aufnahmen von gut 20 Sekunden, die der Zeitung von einem Leser zugespielt wurden, zeigen vier uniformierte Polizisten in Westerburg im Westerwald. Zwei von ihnen treten und schlagen auf den am Boden liegenden 27 Jahre alten Mann ein, den sie zuvor wegen mutmaßlicher Straftaten festgenommen hatten. Die beiden anderen, darunter eine Polizistin, schauen zu, ohne einzugreifen.

„Ich war schockiert über das, was ich dort gesehen habe“, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD). „Gewalthandlungen in der Art sind von mir nicht zu akzeptieren - weder von der Polizei noch gegen Polizeibeamte.“ Am Freitag verhängte das Polizeipräsidium Koblenz bis zur Klärung der Vorwürfe ein „Verbot der Ausübung der Amtsgeschäfte“. Damit dürfen sich die Polizisten nicht mehr in ihren Dienststellen aufhalten.

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Quelle: DPA

 
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