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Rapper angeschossen Attacke auf Massiv

15.01.2008 ·  Amerikanische Verhältnisse in Deutschland: Im Berliner Stadtteil Neukölln wurde der Rapper Massiv von einem Unbekannten angeschossen. Wie die Polizei mitteilte, stand der Musiker an seinem Auto und telefonierte, als ein maskierter Mann vor ihn trat und dann drei Schüsse abfeuerte.

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Abermals ist in Berlin ein Rapper angegriffen worden: Der Sänger Massiv (25) wurde am Montagabend auf einer Straße in Neukölln angeschossen. Wie die Polizei mitteilte, stand der Musiker an seinem Auto und telefonierte, als ein maskierter Mann vor ihn trat, etwas Unverständliches sagte und dann vermutlich drei Schüsse abfeuerte. Der Rapper wurde an der Schulter verletzt und ambulant behandelt. Die Hintergründe der Tat sind nach Angaben der Polizei offen. Der Täter flüchtete in einem Wagen.

Ende November hatten drei Maskierte den Rapper Fler im Berliner MTV-Studio überfallen. Ein Leibwächter wehrte die Messerattacke ab. Massiv („Wenn der Mond in mein Ghetto kracht“) ist bei der Plattenfirma Sony BMG unter Vertrag, er arbeitete bereits mit Rapper Sido zusammen. Er wurde in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) geboren, seine Eltern sind palästinensische Flüchtlinge.

Typischer „Gangsta-Rapper“

Mit seinem kahlrasierten Schädel, Tätowierungen und Videoszenen hinter Gittern gibt sich der bullig gebaute Massiv als typischer „Gangsta-Rapper“, der auf den Spuren von internationalen Stars wie 50 Cent und Eminem wandelt. In seinen Texten singt der Wahl-Berliner über Gewalt und das Leben auf der Straße.

Bei einem Konzert in Duisburg war es im Sommer 2007 zu einer Schlägerei gekommen. „Ich habe wirklich noch nie ein so hohes Neidpotenzial gesehen wie bei mir“, sagte Massiv danach in einem RTL- Interview. Darin bestritt er, dass es sich bei der Schlägerei um einen PR-Gag handelte.

Dass die Attacke in Berlin-Neukölln zu einem „Rapper-Krieg“ zwischen verfeindeten Musikern gehört, gilt nach Meinung von Ermittlern indes als unwahrscheinlich. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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