24.10.2009 · Im Internet ist eine Audiobotschaft aufgetaucht, in der ein Scheich dazu aufruft, Alex W. zu töten. Er ist der mutmaßliche Mörder der Ägypterin Marwa al-Scharbini , die am 1. Juli im Dresdner Landgericht erstochen wurde. Am Montag beginnt der Prozess gegen ihn.
Gegen den Angeklagten im Prozess um den Mord an der Ägypterin Marwa al-Scharbini vor dem Landgericht Dresden hat es einen Mordaufruf gegeben. Anfang August habe Scheich Ihab Adli Abu al-Madschd in einer einstündigen Audiobotschaft im Internet den in Deutschland lebenden Muslimen nahegelegt, den Mann zu töten und Gottes Lohn in Aussicht gestellt, sagte die Sprecherin des Landeskriminalamtes Sachsen, Silvaine Reiche, in Dresden. Das LKA gehe von einer „abstrakten Gefährdungslage“ aus, sagte Reiche. Es gebe aber keinen Hinweis, dass bei dem am Montag beginnenden Prozess tatsächlich ein Anschlag geplant ist.
Als Motiv wird Ausländerhass angenommen
Die 31 Jahre alte, schwangere Frau war am 1. Juli mitten in einem Prozess am Dresdner Landgericht von einem damals 28 Jahre alten Mann erstochen worden. Als Motiv wird Ausländerhass angenommen. Es handelte sich um einen Berufungsprozess in einer Beleidigungsangelegenheit, bei dem die Staatsanmwaltschaft eine Haftstrafe gegen den völlig uneinsichtigen Angeklagten Alex W. erreichen wollte. Der mutmaßliche Mörder stammt aus dem russischen Perm, hat aber einen deutschen Pass.
Der Ehemann von Marwa al-Scharbini erlitt bei der Attacke lebensbedrohliche Verletzungen, als er seine Frau schützen wollte. Die grauenvolle Tat geschah vor den Augen des dreijährigen Kindes der Familie und löste weltweit Entsetzen aus. In der arabischen Welt wurde auch der Ruf nach Vergeltung laut. Für den Prozess gegen Alex W. gelten daher scharfe Sicherheitsauflagen.
Mord im Gerichtssaal
TOBIAS RÜGER (t.ruger)
- 24.10.2009, 19:04 Uhr
Das ist leider erst der Anfang der Probleme die folgen werden.
Gerd Schmidt (GerdSchmidt)
- 25.10.2009, 15:26 Uhr