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Hells Angels : Schüsse aus Rache

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Prozessauftakt: Dem 56 Jahre alten Griechen Athanasios A. wird versuchter Mord vorgeworfen. Bild: dpa

Immer wieder kommt es in der deutschen Rockerszene zu blutigen Auseinandersetzungen. Nun beginnt unter starkem Polizeiaufgebot der Prozess gegen ein Mitglied der Hells Angels. Der Vorwurf lautet: versuchter Mord.

          Unter starkem Polizeischutz hat am Freitag vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen ein Mitglied der Hells Angels begonnen. Der 56 Jahre alte Grieche Athanasios A., der mutmaßlich dem verbotenen Frankfurter Charter „Westend“ angehört, soll im Mai 2016 gemeinsam mit einem Mittäter in der Frankfurter Innenstadt auf zwei Personen geschossen haben. Er muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Zu den Vorwürfen äußerte sich A. am ersten von 16 Verhandlungstagen nicht.

          Die Rocker sollen am Himmelfahrtstag vor einem Café gesessen haben, als das Auto des damals 41 Jahre alten Opfers vorfuhr. Der Mann, der in Begleitung seiner Lebensgefährtin und seines Cousins war, soll ebenfalls Mitglied der Hells Angels sein, aber einem rivalisierenden Charter angehören. Vor den Augen zahlreicher Zeugen sollen Athanasios A. und sein Begleiter mehrfach auf das Auto geschossen haben. Der Fahrer und dessen Cousin wurden dabei schwer verletzt.

          Der Schießerei war nach Erkenntnissen eines Ermittlers, der am Freitag als Zeuge vor Gericht aussagte, ein Streit unter den Hells Angels vorausgegangen. Dabei soll das spätere Opfer dem Vizepräsidenten des Charters „Westend“ die Nase gebrochen haben. Offenbar wollte Athanasios A. seinen Vizepräsidenten rächen. Das Urteil soll im August fallen.

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          Quelle: F.A.Z.

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