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Veröffentlicht: 17.03.2017, 11:27 Uhr

Mit der Dienstwaffe Polizist erschießt Ehefrau, Hund und sich selbst

Ein Polizist greift zu Hause zur Dienstwaffe und drückt mehrfach ab. Ein Kollege des Mannes findet später die Leichen. Für die Freiburger Polizei ist es das zweite tödliche Familiendrama innerhalb von rund einer Woche.

In Emmendingen bei Freiburg hat ein Polizeibeamter seine Ehefrau, den Hund und dann sich selbst erschossen. Die Tat ereignete sich im Haus des Ehepaares, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. Ein Kollege des Polizisten wollte dort am Donnerstag nach dem Rechten sehen und sah durch die Fensterscheibe den Beamten leblos auf dem Boden liegen. Die Feuerwehr brach daraufhin die Tür des Hauses auf. Im Haus lagen die Leichen des 58-jährigen Polizisten und dessen 42-jähriger Ehefrau. Auch der Hund des Paares lag tot in dem Haus.

Eine Schusswaffe befand sich neben den Leichen. Dabei handele es sich um die Dienstwaffe des Polizisten, bestätigten die Ermittler. Sie sei die Tatwaffe. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar. Polizisten ist es den Angaben zufolge erlaubt, Dienstwaffen mit nach Hause zu nehmen, wenn sie dort sicher aufbewahrt werden.

Die Obduktion der Leichen soll Klarheit bringen

Einen Abschiedsbrief fand die Polizei den Angaben zufolge nicht. Die Obduktion der Leichen solle nun Klarheit über den Tatablauf und die Todesursachen bringen. Zeugen der Bluttat gebe es nicht. Der Polizist, der den grausigen Fund machte, war mit seinem Kollegen verabredet gewesen. Als dieser sich nicht meldete, fuhr der Beamte zum Haus seines Kollegen.

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Sollten sich die bisherigen Ermittlungen bestätigen, werde der Fall zu den Akten gelegt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Da der Tatverdächtige tot sei, könne es kein Strafverfahren geben. Dies sei in Fällen von sogenanntem erweiterten Suizid üblich. Hinweise, dass noch andere beteiligt waren, gebe es nicht.

Für die Freiburger Polizei ist es das zweite tödliche Familiendrama innerhalb von rund einer Woche. Ende vergangener Woche hatte in Freiburg ein 51 Jahre alter Mann seine 50-jährige Lebenpartnerin mit einem Hammer erschlagen und sich dann mit Medikamenten selbst getötet. Die Tat ereignete sich im Haus des Paares. Nachbarn waren zwei Tage später aufmerksam geworden, weil die Hunde des Paares gebellt hatten. Die Polizei fand daraufhin die beiden Leichen.

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